Schlieren
In der Bibliothek ist nach der Renovierung «fast alles neu»

Die Stadtbibliothek an der Bahnhofstrasse erstrahlt in neuem Licht. In der Zeit der Sommerferien wurde eine Hälfte des Lokals für 180000 Franken renoviert. Unter dem Motto «Fast alles neu» wurde die Bibliothek mit einem Fest eingeweiht.

Anina Gepp
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Kinder basteln in der neu gestalteten Ecke Bücherwürmer.

Kinder basteln in der neu gestalteten Ecke Bücherwürmer.

GEP

Die vorgenommenen Renovationsarbeiten zeigen Wirkung: Die Decken erhielten neue Farbe, eine modernere Beleuchtung wurde montiert und die Sofaecke durch zeitgemässe Möbel ersetzt. Zudem verleihen farbige Stühle, bunte Vorhänge und andere kleine Wohnaccessoires der Bibliothek ein fröhlicheres Erscheinungsbild.

Bücherwürmer basteln

Am Einweihungsfest vom Samstag erwarteten die Besucher bereits am Morgen zwei meterlange Butterzöpfe und der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee. Während sich die Erwachsenen unterhielten, bastelten Kinder in einer neu eingerichteten Bastelecke Bücherwürmer. An einem weiteren Tisch warteten 3-D-Puzzles darauf, zusammengesetzt zu werden.

Am Nachmittag wurde die Bibliothek für die weiteren Programmpunkte umfunktioniert. Bibliotheksleiterin Monique Roth begrüsste die zahlreich erschienenen Gäste unter die sich auch Peter Seifriz, Präsident des Gemeindeparlaments und Bauvorstand Jean-Claude Perrin mischten. Roths Dank galt allen am Umbau beteiligten Personen. Das Wort übergab sie anschliessend dem Stadtpräsidenten Toni Brühlmann.

«Dass wir heute alle daran teilhaben dürfen, dass sich uns über Bücher Wissen vermittelt und die Welt der Literatur öffnet, ist ein Fortschritt in der Menschheitsgeschichte. Wir können das nicht hoch genug würdigen», sagte Brühlmann. Er sei sehr glücklich darüber, dass sich in Schlieren seit Jahren ein hoch engagiertes Team um die Belange der Bibliothek kümmere. Ihr Angebot gehe weit über das Ausleihen von Büchern hinaus. «Durch das neue Make-up kommt die Bibliothek wieder frischer und einladend für alle Besucher daher», sagte Brühlmann weiter und übergab das Wort an Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel. Im stetigen Wachstum würden ihr Räume wie die Bibliothek ein Gefühl der Heimat geben, so Stiefel. Auch sie komme oft hierher und werde stets freundlich von den Mitarbeitenden empfangen.

Die dritte Rednerin des Nachmittags war Schulpräsidentin Beatrice Krebs. Sie bedankte sich im Namen der Schule und zeigte auf, wie wichtig es für die Schulkinder ist, regelmässig zu lesen. Einmal im Monat besuche jede Schulklasse die Bibliothek. «Sprachfähigkeit ist eine Schlüsselqualifikation. Deshalb kommt ihrem Auf- und Ausbau so grosse Bedeutung zu. Wir müssen mehr als je zuvor unternehmen, um Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen zu besseren Sprachfähigkeiten zu verhelfen», so Krebs. Schlieren sei diesbezüglich auf dem richtigen Weg.

Wortspiele zum Schmunzeln

Nach den kurzen Ansprachen hatten die Gäste die Möglichkeit Simon Chen, einem «Spoken Word»-Artisten aus Zürich, zuzuhören. Mit seinen Wortspielereien nahm auch er Bezug auf bibliotheks- und buchspezifische Eigenheiten. Die aus dem Leben gegriffenen Geschichten brachten die Leute zum Schmunzeln und lösten bei den Bibliothekarinnen einige Déjà-vu-Momente aus.

Bibliothekarleiterin Roth zeigte sich am Ende des Tages zufrieden. «Wir sind glücklich über den gelungenen Anlass. Die Gäste haben das Buffet genossen und sich angeregt unterhalten.»