Dietikon

In der Band JazzX spielten auch zwei Heimweh-Dietiker mit

Die JazzX-Formationen werden jeweils neu zusammengestellt. Daher ist jedes Konzert einzigartig. Thomas Bucher

Die JazzX-Formationen werden jeweils neu zusammengestellt. Daher ist jedes Konzert einzigartig. Thomas Bucher

In der JazzX-Band spielten zwei ehemalige Dietiker mit, darunter Schlagzeuger Tino Fotsch und Trompeter Markus Hächler. JazzX wird jeweils spontan aus einer Kartei von rund 120 Musikerinnen und Musikern zusammengestellt.

«One, two – one, two, three, four…», wurde das erste Stück eingezählt und jeder Jazz-Fan wusste, dass es losgeht. Die Formation JazzX spielte zu einem Konzert auf dem Dietiker Kirchplatz auf.

JazzX wird jeweils spontan aus einer Kartei von rund 120 Musikerinnen und Musikern zusammengestellt. So war es denn auch der erste Auftritt in dieser Zusammensetzung – so ist es fast bei jedem Konzert. Philipp Rellstab, Koordinator von JazzX, scherzte im gut besetzten Zelt: «Es tut mir leid, dass das Züri-Fäscht heute keine Gäste hat.»

Gekonnter Wechsel der Instrumente

Diesmal standen sechs Musiker auf der Bühne: Deren vier wechselten gekonnt hin und her zwischen Banjo und Gitarre, Klarinette und Saxofon, Posaune und Gesang sowie Trompete und Gesang.

Gespielt wurde ein Programm von Jazz-Standards. Langsam oder schnell, melancholisch oder heiter, beruhigend oder anregend: Für Abwechslung war während des ganzen Abends gesorgt. Seinen Drums treu blieb während des ganzen Konzerts Tino Fotsch, den vor vierzig Jahren das Musikfieber in Dietikon gepackt hatte.

Die Karriere eines Schlagzeugers

Fotschs Karriere begann vor 40 Jahren als Tambour bei der Knabenmusik. «Mich faszinierte das Schlagzeug. Wie kann man nur mit 2 Stöcken solch verrückte Sachen machen», hatte sich Fotsch damals gefragt.

Er traf dann auf den Trompeter Markus Hächler, mit dem er jetzt wieder gemeinsam vor Heimpublikum auf der Bühne stand. «Es ist eine Riesenfreude. Man sieht überall bekannte Gesichter.

Und alle sind älter geworden – auch ich», sagte Fotsch, selber ein Big-Band-Fan. Bei seinen 15 bis 20 Konzerten jährlich spielt er alles im Blues-Stil, ob Rock ’n’ Roll oder Ragtime, sei zweitrangig.

Das Schlagzeug stach mit seiner grün-rosa Bemalung an diesem Abend sofort aus all den metallisch glänzenden Instrumenten hervor. Das sei ein Geschenk an ihn selbst gewesen, wie Fotsch stolz erklärte: «Es handelt sich um das einzige Kunstkisten-Schlagzeug der Welt. Meine Frau hat es mit Punkten bemalt.»

Band lokal zusammengestellt

Dass gleich zwei ehemalige und ein aktueller Dietiker auf der Bühne standen, ist kein Zufall. JazzX-Lead Rellstab schaut bei der Zusammenstellung der Formationen jeweils, dass er lokale Musiker aufbieten kann: «Die Dietiker wurden für das Konzert bewusst ausgewählt, damit es in den Kulturkalender der Stadt passte», sagte Rellstab.

Keines der 30 Konzerte im Jahr sei wie das andere, da die Besetzung dauernd ändere.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1