Dietikon
In den nächsten vier Jahren kommen 14 Schulklassen dazu

Zwei Faktoren führen zum starken Anstieg der Schülerzahl in den nächsten Jahren.

Bastian Heiniger
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Die Dietiker Schulpflege rechnet in nächster Zeit mit jährlich 13 bis 17 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern.

Die Dietiker Schulpflege rechnet in nächster Zeit mit jährlich 13 bis 17 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern.

Keystone

In Dietikon wird die Anzahl Schulklassen in den nächsten Jahren stark ansteigen: Die Schulpflege rechnet bis zum Schuljahr 2018/19 mit insgesamt 14 zusätzlichen Klassen. Sechs davon sind Kindergartenklassen, jeweils drei neue kommen auf der Unter- sowie Mittelstufe hinzu und schliesslich zwei neue auf der Sekundarstufe.

Dadurch werden Kosten von gut eineinhalb Millionen Franken anfallen. Gemäss der Schulpflege kostet eine neue Kindergartenklasse etwa 100 000 Franken und eine neue Sekundarklasse rund 150 000 Franken, wobei pro Klasse mehr als eine Vollzeitstelle zu besetzen ist. Die Schulpflege antwortet damit auf die Kleine Anfrage des CVP-Gemeinderats Reto Siegrist. Dieser wollte wissen, wie sich die Klassenzahl in den kommenden Jahren verändern wird und inwiefern die sogenannte Stichtags-Verschiebung darauf einen Einfluss hat.

Diese wird sich tatsächlich auf die Klassen auswirken: Im Zuge des Harmos-Konkordates werden in den nächsten Jahren die Stichtage für den Kindergarteneintritt schrittweise vom 30. April auf den 31. Juli verschoben. Bereits in diesem Jahr traten Kinder, die am 15. Mai das vierte Altersjahr vollendet haben, in den Kindergarten ein. Dadurch sind zwölf Kinder mehr als sonst dazugekommen. Insgesamt haben dieses Jahr 287 Kinder neu begonnen. Im Schuljahr 2018/19 werden es bereits 340 neue Kindergärtler sein. Nur: Diese Zahl beruht lediglich auf den effektiven Geburtsdaten, kommende Zuzüger sind noch nicht eingerechnet. Es ist also anzunehmen, dass die effektive Zahl noch höher sein wird.

Limmatfeld ist auch ein Faktor

Es sind also zwei Gründe, die zu der steigenden Klassenzahl führen: die Verschiebung des Stichtages, die jährlich für 13 bis 17 zusätzliche Kinder sorgt, und das Bevölkerungswachstum der Stadt. Was aber geschieht im Jahr 2020/21, wenn die Verschiebung abgeschlossen sein wird? Müsste dann wieder reduziert werden? Gemäss Schulpflege wahrscheinlich nicht. Es ist zwar anzunehmen, dass dann die Neueintritte um 13 bis 17 Kinder abnehmen, die Schulpflege geht jedoch davon aus, dass diese Zahl durch das Bevölkerungswachstum ausgeglichen würde. Denn da der Endausbau des Limmatfelds noch nicht erreicht ist, sei auch dort noch mit weiteren Kindern zu rechnen.

Auf Anfrage sagt Gerold Schoch, Leiter der Schulabteilung Dietikon, es stelle eine grosse Herausforderung dar, die Entwicklung der Schülerzahlen zu prognostizieren. Es sei schwierig, abzuschätzen, wie viele Kinder aufgrund von Zuzügen tatsächlich neu eingeschult würden und ob künftige Jahrgänge auch weiterhin derart stark ausfielen. Die Anzahl von 14 neuen Klassen erachtet Schoch jedoch als realistisch.