Das Postulat, das zwei Drittel der Dietiker Gemeinderäte letzten Herbst einreichten, gleicht einem Weckruf: Hilfe, wir blicken nicht mehr durch! Gemeint ist die Fülle der Sanierungs- und Erweiterungsprojekte bei den städtischen Schuleinheiten. Dort brennt es an allen Ecken und Enden. Die Übernahme des Postulats war daher eine klare Sache.

Was die Stadt nun allerdings an Strategieschritten vorgelegt hat, ist eher ein Werfen mit Nebelgranaten. Da wimmelt es von Arbeitsgruppen-, Master- und Budgetplänen, die erstellt werden sollen. Preisfrage: Wer erstellt wann welchen Plan, und was hat dieser zum Ziel? Und braucht es nicht noch eine Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Pläne?
Inhalte, Konkretes: Fehlanzeige.
Verzettelungspotenzial: hoch.

Gewiss ähnelt Schulraumplanung in Dietikon einer Herkulesaufgabe. Ist eine Container-Lösung gefunden und umgesetzt, stehen schon zwei nächste Hydra-Erweiterungs- oder gar Neubauaufgaben an. Erschwert werden die Projekte, weil sie nur in engen Ferien-Zeitfenstern und bei laufendem Schulbetrieb stattfinden müssen. Die Frage der Priorisierung ist daher sicher die entscheidende. Vermutlich wäre eine Klausurtagung aller klugen Köpfe der Dietiker Stadtverwaltung ein besserer Startschuss für eine Schulraumplanungsstrategie gewesen statt einer Fülle von Plänen, für die erst noch Daten gesammelt werden. Immerhin gibt es schon einen zukunftsweisenden Namen für den wichtigsten Plan: «Masterplan Immobilien 2016–2040» wird er dereinst heissen. Na, dann kann ja nicht mehr viel schiefgehen.