Schlieren
In 1200 Zürcher Brunnen plätschert Trinkwasser

Die katholische Frauen- und Müttergemeinschaft besichtigte bei einem Stadtrundgang zum Thema "Wasser" Brunnen in der Zürcher Altstadt.

Sebastian Schanzer (Text und fotos)
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Stadelhoferplatz : Der gusseiserne Springbrunnen nach französischem Modell wurde in Basel gegossen und ragt als Mittelpunkt des Platzes empor. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen und 1976 saniert. Im Winter kann es passieren, dass das Wasser gefriert. Dann bietet der Brunnen einen besonderen Anblick.

Stadelhoferplatz : Der gusseiserne Springbrunnen nach französischem Modell wurde in Basel gegossen und ragt als Mittelpunkt des Platzes empor. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen und 1976 saniert. Im Winter kann es passieren, dass das Wasser gefriert. Dann bietet der Brunnen einen besonderen Anblick.

Sebastian Schanzer

Normalerweise laufe ich an solchen Sachen vorbei», sagt Giuliana Chiapuzzi. «Aber so ist es sehr interessant.» Chiapuzzi ist Mitglied der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft Schlieren, die jeden ersten Dienstag im Monat ein Treffen veranstaltet. Diese Woche ging es nach Zürich zu einer Führung durch die Altstadt mit dem Thema «Wasser». Die Stadtzürcherin Beatrice Stirnimann führte die Gruppe zu verschiedenen Brunnen und wusste ihre Zuhörerinnen mit spannenden Hintergrundgeschichten zu faszinieren. Skurrile Geschichten wie die Sprengung der Figur des Jupiterbrunnens am Neumarkt durch vermummte Jugendliche gab es ebenso zu hören wie historische Daten und siedlungsgeschichtliche Informationen. So ist Zürich laut Stirnemann mit 1200 Exemplaren die brunnenreichste Stadt der Welt – und fast jeder dieser Brunnen biete Trinkwasser. Spannend war auch der Gang durch einen Ehgraben – im Volksmund «Schiissgass» genannt – im Niederdorf. Diese kleinen Gässchen zwischen zwei Hauswänden wurden vom Mittelalter noch bis ins 20. Jahrhundert zur Fäkalienbeseitigung genutzt.