Jung und Alt
Im «Treffo» in Oberengstringen begegnen sich Generationen

Der neue Treffpunkt soll den Austausch zwischen Familien und über Generationen hinweg fördern.

Julia Wartmann
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V.l OrganisatorinTanja Zezza und Brigitte Velten vom Elternverein Oberengstringen
10 Bilder
V.l Diakon Peter Lissi im Gespräch mit Besucherinnen und ganz rechts Pfarrer Jens Naske
Die Kinder haben genügend Platz zum Spielen.
Das Treffo in Oberengstringen
Am Tisch mit den Kleinen.
Kuchen mit Schrift von Meuli Bäckerei.
Die Senioren sitzen an den Tischen und plaudern.

V.l OrganisatorinTanja Zezza und Brigitte Velten vom Elternverein Oberengstringen

Julia Wartmann

Von der Aufschrift auf dem anfänglich ein Meter langen Kuchen war gestern nur noch «Zur Eröffnung Tref» zu lesen. Doch die Gäste an der Eröffnung des Treffs Oberengstringen, kurz «Treffo», wussten über den Anlass sowieso Bescheid.

Die Idee für diesen Treffpunkt für Jung und Alt stammt von Tanja Zezza und Kirstin Pahl, eröffnet wurde er gestern im Foyer der reformierten Kirche. Bereits im Sommer äusserten die beiden Mütter den Wunsch nach einem Ort in der Gemeinde, wo spontane Treffen, zum Beispiel mit anderen Müttern, möglich sind. Doch die Umsetzung war damals noch unklar. Zusammen mit Brigitte Velten vom Elternverein Oberengstringen und Peter Lissi, dem Diakon der Reformierten Kirche, suchten sie nach einer Lösung. Sie kamen überein, den Treff vorerst einmal in der Woche anzubieten. Nun steht er jeweils am Montag von 15 bis 17 Uhr allen interessierten Besuchern offen. Lissi betont ausdrücklich, dass Gäste aller Konfessionen im «Treffo» willkommen seien, eine Mitgliedschaft ist nicht notwendig. Die Idee für den Treff kam beim Elternverein gut an. So sehr, dass Velten bei den Mitgliedern des Vereins kräftig die Werbetrommel gerührt hat.

Nicht nur für Mütter

An der Eröffnung nehmen nicht nur Mütter mit ihren Kindern teil, sondern auch viele der älteren Gemeindemitglieder. Sie freuen sich auf einen Ort, wo sie auf Leute anderer Altersgruppen treffen. Die Durchmischung von Jung und Alt ist ihnen ein besonderes Anliegen. Eine Besucherin verweist auf ein Modell, das sie bis jetzt nur von Seniorenvereinen kennt: «Ich fände es sinnvoll, wenn hier ein Dienstleistungs-Austausch stattfinden würde.» Ältere Menschen könnten beispielsweise ihre Dienste als Babysitter anbieten und im Gegenzug erhielten sie Hilfe mit Computern. So könnten sich die Besucher des «Treffo» gegenseitig behilflich sein.

Sowohl Zezza als auch Velten hoffen darauf, das Angebot baldmöglichst erweitern zu können. Nach den Sportferien will sich das fünfköpfige Organisations-Team treffen, um eine erste Bilanz ziehen zu können. «Stellt sich der Treff als erfolgreich heraus, bieten wir ihn zukünftig von Montag bis Donnerstag an», sagt Zezza. Ungefähr 20 Freiwillige haben sich schon gemeldet, das reiche aber noch nicht aus, um den «Treffo» die ganze Woche zu öffnen. Weitere Helferinnen und Helfer werden gesucht.