Dietikon
Im "Steinmürli" werden Schüler im Schreiben gefördert

Die Schule Steinmürli startet mit einer Ausstellung in das neue Quims-Konzept. Dieses bietet Förderungsprogramme für multikulturelle Schulen an. Den Schülern hats Spass gemacht.

Anina Gepp (Text und Bild)
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Interessiert sehen sich drei Schülerinnen an der Ausstellung die Texte der anderen Klassen an.

Interessiert sehen sich drei Schülerinnen an der Ausstellung die Texte der anderen Klassen an.

Anina Gepp

Der Zürcher Bildungsrat hat die Förderung von Sprache und Schreiben für Quims-Schulen ab 2014 als oberste Priorität erklärt. Quims steht für «Qualität in multikulturellen Schulen» und bietet verschiedene Förderungsprogramme für Schulen an. Die Schuleinheit Steinmürli, die eine solche Quims-Schule ist, startete in das neue Schreibförderungskonzept mit drei Projekttagen zum Oberthema «Stadt». Schüler von der Kindergartenstufe bis zur sechsten Klasse haben dabei Arbeiten rund um das Thema Schreiben produziert. Die entstandenen Resultate der Schreibarbeiten konnten diese Woche im Schulhaus für die Eltern ausgestellt werden.

Froh über finanziellen Zustupf

Die Schule Dietikon wird durch das Konzept Quims speziell gefördert, da sie einen hohen Anteil an fremdsprachigen Schülern hat. Quims ermöglicht Schulen im Kanton zusätzliche Angebote anzubieten, die das Leistungsniveau der Schüler - insbesondere im Fach Deutsch - heben sollen.

Schulleiterin Jacqueline de Barro ist froh über den kantonalen Finanzbeitrag, den das Steinmürli jährlich als deklarierte Quims-Schule erhält. «Die Lehrpersonen sind motiviert, die vom Kanton geforderten Ziele umzusetzen. Die Projekttage zur Schreibförderung haben nun die richtige Stossrichtung angegeben.» Die Schüler sollen von nun an auch vermehrt im Schulalltag gezielt in ihren Schreibfähigkeiten gefördert werden.

Ursula Boissin, Quims-Beauftragte der Schule Dietikon, ist zufrieden mit dem ersten Schritt, den das Steinmürli mit den Projekttagen getan hat: «Schreiben ist meist eine mühsame Lernerfahrung. Es ist harzig, alle Formen, Buchstaben und die Rechtschreibung zu lernen.» Doch an den Projekttagen seien die Kinder motiviert gewesen zu schreiben. «Sie wussten, dass ihre Texte ausgestellt und gelesen werden», so Boissin. Doch nicht nur die Schulkinder werden gefördert: Die Lehrpersonen haben bereits Inputveranstaltungen zum Thema Schreibförderung hinter sich und sollen in Zukunft an Weiterbildungen ihr Wissen über Schreibförderung vertiefen und verfestigen.

Trotz Mehraufwand motiviert

Die Nachhaltigkeit der neuen Aktivitäten liegt De Barro am Herzen. «Der Fokus wird in den nächsten Jahren klar auf der Schreibförderung und im frühzeitigen Einbezug der Eltern in die Sprachförderung liegen», sagt sie. Auch wenn es für die Lehrpersonen oft ein Mehraufwand bedeute, die Quims-Ziele umzusetzen, sei das Team motiviert.

Das neue Schreibförderungsprojekt kommt auch bei den Schülern gut an. Mit Stolz führten sie ihre Eltern durch die Ausstellung. Während die Kindergartenkinder während der Projekttage viel gemalt und gebastelt haben, beschrifteten die Erstklässler ihre Basteleien bereits mit einfachen Wörtern. Eine weitere Klasse war zu Besuch in der Freizeitanlage Chrüzacher und hat anhand der dort gemachten Fotos den Tag rekonstruiert. Die Viertklässler haben einen Stadtführer von Dietikon von Kindern für Kinder gefertigt, die Fünftklässler Gedichte geschrieben. Die Sechstklässler haben innerhalb kürzester Zeit sogar eigene Raps über Dietikon geschrieben und aufgenommen.