Spreitenbach
Im Shoppi sind die Schnäppchen-Jäger los

Der Ausverkauf zieht die Kunden nach den Festtagen ins Shoppingcenter – viele sind fündig geworden.

Cynthia Mira
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Die verschiedenen Bedürfnisse der Kunden sollen gedeckt werden
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Centerleiter Patrick Stäuble will zusätzliche Beautyangebote etablieren
Das Shoppi Tivoli lockt mit dem Neujahrsausverkauf zahlreiche Besucher an
Das Shoppingcenter als idealer Ort bei den kalten Temperaturen
Das Shoppingparadies trotzt dem Januarloch
Ausverkauf Shoppi Spreitenbach
Auf der Jagd nach dem Schnäppchen im Tivoli
Kaum ist Weihnachten vorbei geht es auf die Suche nach passenden Angeboten
Im Shoppingparadies mangelt es nicht an Kundschaft
Die stolzen Eltern Bahrie und Steve Julmi schlendern durch das Zentrum mit den Kindern
Die beiden Männer Henrik Llehsi (rechts) und Patrick Huwyler (links) verweilen oft in einem der Cafes
Dem Shoppi geht es gut sagt CEO Patrick Stäuble
Der Gastronomiebereich soll erweitert werden
Zahlreiche Läden bieten Waren zu profitablen Preise an

Die verschiedenen Bedürfnisse der Kunden sollen gedeckt werden

Cynthia Mira

Die festlichen Dekorationen sind verschwunden. Dafür zieren nun überall Plakate mit der Aufschrift «Sale» die Schaufenster. Der Ausverkauf nach den Festtagen ist im Shoppi Spreitenbach in vollem Gange. Auch an diesem Samstagnachmittag zieht es viele Kunden ins Einkaufsparadies. Zu ihnen gehört auch die Familie Julmi. «Es ist alles überdacht und schön warm hier», sagt die 24-jährige Bahrie Julmi. Zusammen mit ihrem Mann Steven besuche sie das Shoppi öfters. Heute sei sie bereits fündig geworden und habe neue Kleider gekauft. Dann geht das junge Paar mit zwei Einkaufswagen zusammen mit ihren zwei kleinen Töchtern weiter auf Einkaufstour. Wobei ein Zwischenstopp beim Donut Stand fehlen darf.

Ebenfalls fündig geworden sind die beiden jungen Männer Henrik Lleshi und Patrick Huwyler, die in einem der vielen Cafés sitzen, während die Besucher an ihnen vorbeiziehen. Beide sind als Security in Zürich tätig und haben sich für die kalten Winternächte mit zusätzlicher Thermowäsche eingedeckt. «Die waren zwar nicht im Ausverkauf erhältlich», sagt Lleshi. Auf Shoppingtour kurz nach Weihnachten seien sie jedoch bereits in Amsterdam gewesen. Beide gehören zu den Stammkunden in Spreitenbach. «Ich bin sehr oft hier im Shoppi, etwa einmal in der Woche, meistens an einem Samstag für eine Stunde», sagt der 25-jährige Lleshi. «Zwei Stunden mit Einkaufen und Kaffeetrinken», ergänzt Huwyler und blickt auf die Uhr.

Gutes Jahr für Shoppi

Nicht wegen des Ausverkaufs sind hingegen Petra und Mario gekommen, denn dieser sei bereits kurz nach Weihnachten erledigt worden: «Ich erhielt die Abholungseinladung meiner neuen bestellten Schuhe und die ging ich jetzt holen», sagt sie.

Zufrieden mit dem Geschäftsgang zeigt sich Patrick Stäuble, CEO und Leiter des Shoppingcenters. Zwar habe sich ein starker Wandel vollzogen und es sei so, dass auch unter dem Jahr sehr oft die Gelegenheit geboten werde, günstiger einzukaufen, sagt er. So habe etwa der «Black Friday» aus Amerika hierzulande Einzug gehalten. Also jener letzte Freitag im November, an dem in den USA jeweils der Weihnachtsverkauf startet und die Shops ihre Kunden mit Sonderangeboten locken. «Solche Entwicklungen drücken entsprechend auf den Umsatz, aber die Zahlen für das Jahr 2016 sehen gut aus», sagt Stäuble. Trotz einiger Hiobsbotschaften im Detailhandel im letzten Jahr, etwa die diversen Debatten über Geschäftsübernahmen, gehe es dem Shoppi gut.

Und Stäuble zeigt sich zuversichtlich, dass das auch weiterhin so bleibt. Eine Chance, neue Kunden zu erreichen, sieht er durch den Bau der Limmattalbahn sowie durch die geplanten neuen Überbauungen in Spreitenbach. So plant etwa die «Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss», ein Immobilienfonds der Credit Suisse, auf dem Areal beim Shoppingcenter rund 500 Wohnungen, die in einem Langhaus mit 7 Etagen und zwei Hochhäusern mit 30 und 31 Stockwerken untergebracht sind. «Die neuen Wohnungen und das Areal der Credit Suisse wären ein wesentlicher Mehrwert für die Region und für das Shoppi natürlich ein Gewinn», sagt Stäuble.

Viele Ziele für 2017

Auch das Shoppi selber hat für 2017 verschiedene Ziele. So sollen weitere Brands ins Center geholt sowie der Gastronomiebereich erweitert werden. Zudem, so Stäuble, wolle man neue Möglichkeiten erschliessen und die Online- und Offlinewelten miteinander verbinden. Der Faktor des schönen und genussvollen Zeitvertreibs gehöre dabei weiterhin zum Konzept. So sollen auch Beauty- und insbesondere Wellnessangebote das gesamte Packet künftig abrunden. «Es soll ein möglichst breites Angebot geben, denn schliesslich sind auch die Bedürfnisse der Kunden sehr verschieden.»