Dietikon
Im Restaurant Bären gibt es bald auch Falafel

Der «Bären» öffnet am 1. September wieder seine Türen. Die New Point Bären GmbH soll mit orientalischen, mediterranen und gutbürgerlichen Spezialitäten auch die jungen Kunden ansprechen.

Carla Stampfli
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Die New Point GmbH, die bereits mehrere Restaurantbetriebe in Zürich führt, zieht ab September in den «Bären».

Die New Point GmbH, die bereits mehrere Restaurantbetriebe in Zürich führt, zieht ab September in den «Bären».

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Seit gut vier Monaten ist das Restaurant Bären in der Liegenschaft der katholischen Kirchgemeinde am Dietiker Bahnhofplatz geschlossen — Giovanni Cerqui, der den Betrieb fünf Jahre geführt hatte, war im März altershalber zurückgetreten. Laut Kirchenpflegepräsident Karl Geiger kamen verschiedene Kandidaten infrage, die Nachfolge Cerquis anzutreten. Lange blieb unklar, wer der neue Pächter des Lokals wird; ob das Restaurant, das 1912 eröffnet wurde und während mehrerer Jahrzehnte von der italienischen Familie Spallanzani und der Tessiner Familie Camponovo-Frapolli betrieben wurde, wiederum von einer Familie übernommen wird; ob die lange Tradition der südländisch geprägten Speisen und Weine fortgeführt wird.

Nach einem umfangreichen Auswahlverfahren, bei dem die Beratungsfirma Gastroconsult AG federführend war, hat die Kirchenpflege nun eine Entscheidung getroffen: Die neue Pächterin ist die New Point Bären GmbH. Unter dem Namen New Point gibt es bereits mehrere Restaurants und Imbissbuden in Zürich, Adliswil, Affoltern, Luzern und Winterthur. «New Point passte am besten zu unseren Vorstellungen», sagt Geiger und fügt an: «Das Restaurant ist gepflegt und hat eine gute Atmosphäre.» Im Gegensatz zu früher solle das neue Lokal am Bahnhofplatz «trendiger» werden. Damit möchte die Kirchenpflege bewusst auch die jüngere Kundschaft ansprechen.

Vorläufig kein Take-away

Ein Blick in die Menükarte des Restaurants New Point Kaserne-Sihlpost in Zürich zeigt, was die künftige Dietiker Kundschaft erwarten dürfte: Sowohl orientalische wie auch mediterrane und gutbürgerliche Spezialitäten, von Kebab, Falafel, Köfte, Salat- und Gemüseteller bis hin zu Teigwaren, Pizza, Schnitzel, Fleisch- und Fischfilets. Ab dem 1. September werden diese Speisen auch im «Bären» in Dietikon serviert – mit einem Unterschied: Anders als in herkömmlichen New-Point-Filialen, wird «es vorläufig keine Selbstbedienung geben», so Geiger. Bis auf Weiteres werden die Speisen im Säli serviert — auch, um sich von den zahlreichen Take-away-Läden rund um den Kirchplatz abzuheben.

Von der Italianità, die der «Bären» während rund 100 Jahren versprühte, wird so in Zukunft jedoch nicht mehr viel zu spüren sein. «Wir müssen das anbieten, was in Dietikon auch gefragt ist», sagt der Kirchenpflegepräsident. Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Kundenfreundlichkeit seien bei der Wahl im Vordergrund gestanden. Zudem, so Geiger, verfüge der Inhaber der New-Point-Restaurants in der Gastroszene über viel Erfahrung. Karl Geiger ist sich bewusst, dass die Entscheidung, die New Point GmbH ins Boot zu holen, Kontroversen auslösen könnte: «Wir können nicht allen Wünschen gerecht werden. Aber wir sind froh, dass der ‹Bären› wieder aufgeht.»

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