Dietikon
Im offenen Tonatelier Chrüzacher werden selbst laute Kinder ganz ruhig

Kinder und Erwachsene zwischen 3 und 70 Jahren treffen sich im Tonatelier in der Freizeitanlage Chrüzacher. Das Töpfern wirkt beruhigend, was man besonders bei ansonsten lauten Kindern gut merkt.

Maika Schelb
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Offenes Tonatelier Chrüzacher in Dietikon
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Regula Jucker, die Leiterin des Kurses, erklärt den Teilnehmenden, auf was für Sachen sie beim Töpfern unbedingt achten sollten
Geschickt wird geformt, geschnitten und auch immer wieder gegenseitig geholfen. Hier entsteht eine Sparkasse für das Taschengeld des 10-jährigen Marius.
Die fertigen Produkte werden im Atelier ausgestellt und sollen die Teilnehmer inspirieren
Der Lehm muss zuerst weich geknetet werden, damit man ihn danach gut formen kann
Die 70-Jährige Margot töpfert eine Katze in blau
Der 7-jährige Noël formt mit seinem Vater zusammen ein Bein für seinen Gecko

Offenes Tonatelier Chrüzacher in Dietikon

Limmattaler Zeitung

Fröhlich plaudernd treffen sie nacheinander ein und betreten den hellen Raum in der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher. Für die Arbeit im offenen Tonatelier haben sich am Sonntag Eltern mit ihren Kindern und auch ein paar Senioren eingefunden.

Von Regula Jucker, der Leiterin des Kurses, werden sie begrüsst und ins Handwerk des Töpferns eingeführt. Alle Teilnehmer, 3-Jährige bis 70-Jährige, nehmen sich ein Stück Ton und beginnen ihn in Stücke zu schneiden, zu formen und weich zu klopfen. Schnell wird es still im Raum. Auch die Kleinsten sind vertieft in ihre Arbeit und formen konzentriert ihr Stück Ton. «Es ist erstaunlich: Sogar die lautesten Kinder werden beim Töpfern ganz ruhig und sind mit einem Mal kaum wiederzuerkennen», sagt Regula Jucker und lächelt.

Eine Frau mit Froschkopf

Die Werklehrerin betreut die Teilnehmer bei ihren teilweise ersten Versuchen mit Ton und gibt Ratschläge, wenn jemand nicht mehr weiter weiss. Gross und Klein helfen einander gegenseitig und bestaunen die verschiedenen Skulpturen, die entstehen.

Beim Sujet können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen: Neben einem rosaroten Barbapapa und einer grossen Frau mit Froschkopf entstehen verschiedene Tiere oder eine Sparkasse in Form einer Burg. Wenn die Figuren fertig getont sind, werden sie im selben Raum im Ofen gebrannt.

Angebot soll ausgebaut werden

Regula Jucker ist von der Arbeit als Kursleiterin begeistert und möchte die Angebote weiter ausbauen. Neben dem schon länger bestehenden Dienstagskurs bietet die Künstlerin seit Anfang Februar nun auch Wochenend-Kurse oder Töpfern für Anlässe wie Kindergeburtstage an.