Kurzfilm
Im neuen «Tatort Dietikon» eilen die Ermittler durch die Strassen

Ein neuer Kurzfilm soll auf die vielen Facetten der Stadt aufmerksam machen. Ein Imagefilm ist er dabei aber nicht.

Daniel Diriwächter
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Dagmar Hirsekorn ermittelt. YouTube

Dagmar Hirsekorn ermittelt. YouTube

Diriwächter Daniel

Der Kurzfilm «Tatort Dietikon» vom Filmemacher Simon Schenk und der Schauspielerin Dagmar Hirsekorn wurde kürzlich auf YouTube veröffentlicht. Fast ein Jahr Arbeit steckt in diesem kleinen Limmattaler-Krimi, der im Vorfeld noch als sogenannter Imagefilm, also eine Art Werbespot für die Stadt, bezeichnet wurde. Doch «Tatort Dietikon» will dies partout nicht sein, dafür vieles erklären und ergründen. Schenk sagte während der Dreharbeiten gegenüber der Limmattaler Zeitung, er möchte einen Querschnitt der städtischen Gesellschaft zeigen, die Faszination für die Krimi-Reihe mit Dietikon verbinden, sowie Klischees aufbrechen. Das ist viel Stoff für rund dreieinhalb Minuten.

Wenn Gemeinden auf Imagefilme setzen

Imagefilme für Firmen, Organisationen oder Städte sind heute unverzichtbare Elemente in der Werbung sowie der Kommunikation. So setzt beispielsweise auch die Gemeinde Urdorf seit letztem Sommer auf einen solchen. Der Film mit dem Titel «Eine Lebensgeschichte» setzt auf die zahlreichen Erlebnisse eines jungen Mannes, der seinen Freund in Urdorf besucht. In rund drei Minuten wird Urdorf als attraktives und soziales Mekka des Vergnügens dargestellt. Der Aufwand für den Kurzfilm war beachtlich und eine Szene punktet sogar mit ironischem Spezialeffekt.

Auch Oetwil präsentiert auf seiner Webite einen Imagefilm, der Idyllisches mit der Geschichte verbindet. Aufnahmen von hübschen Häusern oder geselligen Anlässen werben geradezu um Neuzuzüger. Auch von der Gemeinde Aesch findet sich ein interessanter Film im Netz: Vor vier Jahren, zum 888. Jahrestag der Gemeinde, positionierten sich frei nach dem Motto «888 Aesch – 88 Menschen aus dem Dorf» verschiedene Personen an lokalen Anlässen jeweils vor einer Leinwand und gaben dem Ort ganz ohne Worte ein vielseitiges Gesicht. (ddi)

Dabei beginnt der Film beinahe idyllisch: Zwei Strassenmusiker, dargestellt von Hirsekorn und Luigi Prezioso, warten mit melancholischem Ausdruck am Dietiker Bahnhof. Unvermittelt wird aus den Musikanten ein rasendes Ermittler-Duo, wie man es aus dem «Tatort» kennt. Eine wirkliche Geschichte liegt jedoch aus Zeitgründen nicht drin, aber es muss ein vermeintlich dringender Tatbestand sein, so sehr eilen die Ermittler durch die Strassen Dietikons.

Mehr Musikvideo als Film

Immerhin gibt die Fahndung dem Duo reichlich Gelegenheit, einige Persönlichkeiten der Stadt zu treffen sowie bekannte Orte in Szene zu setzen. All dies wird von einem sozialkritischen Song, der sich ebenfalls «Tatort Dietikon» nennt und von Darstellerin Hirsekorn geschrieben wurde, begleitet. Insofern darf man eher von einem Musikvideo sprechen, als von einem Kurzfilm.

Für den Regisseur und Produzenten waren die Dreharbeiten eine neue Erfahrung, vorher habe er Imagefilme oder Dokumentationen gedreht. Zu seinem jüngsten Werk meint er: «Die Schwierigkeit lag darin, unsere Vorstellung vom Videoclip bis hin zum Song auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen». Schenk wohnt seit drei Jahren in Dietikon. Sein «Tatort» legt, nahe, dass er besonders für den Bruno Weber Park schwärmt, der im Video stark präsent ist.

Weitere «Berühmtheiten» mit einem Kurzauftritt sind der Bernhardiner Quirin sowie dessen Herrchen Bruno Kaiser. Mit dem Film machte sich Schenk nun stadtbekannt: «Dank der Zusammenarbeit mit den Statisten und diversen Firmen in Dietikon sind bereichernde Freundschaften entstanden und es war eine tolle Erfahrung, auf ihre Unterstützung und Teilnahme zählen zu dürfen», so der Filmemacher.

Mutig und experimentell

«Tatort Dietikon» wurde von der Stadt Dietikon mit 2500 Franken unterstützt, wie Michael Seiler, Leiter Standortförderung, auf Anfrage sagt. Er bezeichnet den Film als «mutige, aber auch experimentelle Form einer Präsentation».

Schenk musste im Gegenzug die Bedingung der Stadt akzeptieren und auf offensichtliche Gewalt und Waffen zu verzichten. Laut Seiler könne der «Tatort Dietikon» nun selektiv eingesetzt werden.

Wenn Gemeinden auf Imagefilme setzen

Imagefilme für Firmen, Organisationen oder Städte sind heute unverzichtbare Elemente in der Werbung sowie der Kommunikation. So setzt beispielsweise auch die Gemeinde Urdorf seit letztem Sommer auf einen solchen. Der Film mit dem Titel «Eine Lebensgeschichte» setzt auf die zahlreichen Erlebnisse eines jungen Mannes, der seinen Freund in Urdorf besucht.

In rund drei Minuten wird Urdorf als attraktives und soziales Mekka des Vergnügens dargestellt. Der Aufwand für den Kurzfilm war beachtlich und eine Szene punktet sogar mit ironischem Spezialeffekt. Auch Oetwil präsentiert auf seiner Webite einen Imagefilm, der Idyllisches mit der Geschichte verbindet.

Aufnahmen von hübschen Häusern oder geselligen Anlässen werben geradezu um Neuzuzüger. Auch von der Gemeinde Aesch findet sich ein interessanter Film im Netz: Vor vier Jahren, zum 888. Jahrestag der Gemeinde, positionierten sich frei nach dem Motto «888 Aesch – 88 Menschen aus dem Dorf» verschiedene Personen an lokalen Anlässen jeweils vor einer Leinwand und gaben dem Ort ganz ohne Worte ein vielseitiges Gesicht. (ddi)