Der Kurzfilm «Tatort Dietikon» vom Filmemacher Simon Schenk und der Schauspielerin Dagmar Hirsekorn wurde kürzlich auf YouTube veröffentlicht. Fast ein Jahr Arbeit steckt in diesem kleinen Limmattaler-Krimi, der im Vorfeld noch als sogenannter Imagefilm, also eine Art Werbespot für die Stadt, bezeichnet wurde. Doch «Tatort Dietikon» will dies partout nicht sein, dafür vieles erklären und ergründen. Schenk sagte während der Dreharbeiten gegenüber der Limmattaler Zeitung, er möchte einen Querschnitt der städtischen Gesellschaft zeigen, die Faszination für die Krimi-Reihe mit Dietikon verbinden, sowie Klischees aufbrechen. Das ist viel Stoff für rund dreieinhalb Minuten.

Dabei beginnt der Film beinahe idyllisch: Zwei Strassenmusiker, dargestellt von Hirsekorn und Luigi Prezioso, warten mit melancholischem Ausdruck am Dietiker Bahnhof. Unvermittelt wird aus den Musikanten ein rasendes Ermittler-Duo, wie man es aus dem «Tatort» kennt. Eine wirkliche Geschichte liegt jedoch aus Zeitgründen nicht drin, aber es muss ein vermeintlich dringender Tatbestand sein, so sehr eilen die Ermittler durch die Strassen Dietikons.

Mehr Musikvideo als Film

Immerhin gibt die Fahndung dem Duo reichlich Gelegenheit, einige Persönlichkeiten der Stadt zu treffen sowie bekannte Orte in Szene zu setzen. All dies wird von einem sozialkritischen Song, der sich ebenfalls «Tatort Dietikon» nennt und von Darstellerin Hirsekorn geschrieben wurde, begleitet. Insofern darf man eher von einem Musikvideo sprechen, als von einem Kurzfilm.

Für den Regisseur und Produzenten waren die Dreharbeiten eine neue Erfahrung, vorher habe er Imagefilme oder Dokumentationen gedreht. Zu seinem jüngsten Werk meint er: «Die Schwierigkeit lag darin, unsere Vorstellung vom Videoclip bis hin zum Song auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen». Schenk wohnt seit drei Jahren in Dietikon. Sein «Tatort» legt, nahe, dass er besonders für den Bruno Weber Park schwärmt, der im Video stark präsent ist.

Tatort Dietikon

Weitere «Berühmtheiten» mit einem Kurzauftritt sind der Bernhardiner Quirin sowie dessen Herrchen Bruno Kaiser. Mit dem Film machte sich Schenk nun stadtbekannt: «Dank der Zusammenarbeit mit den Statisten und diversen Firmen in Dietikon sind bereichernde Freundschaften entstanden und es war eine tolle Erfahrung, auf ihre Unterstützung und Teilnahme zählen zu dürfen», so der Filmemacher.

Mutig und experimentell

«Tatort Dietikon» wurde von der Stadt Dietikon mit 2500 Franken unterstützt, wie Michael Seiler, Leiter Standortförderung, auf Anfrage sagt. Er bezeichnet den Film als «mutige, aber auch experimentelle Form einer Präsentation».

Schenk musste im Gegenzug die Bedingung der Stadt akzeptieren und auf offensichtliche Gewalt und Waffen zu verzichten. Laut Seiler könne der «Tatort Dietikon» nun selektiv eingesetzt werden.

Imagefilm der Gemeinde Urdorf

Imagefilm der Gemeinde Urdorf

Urdorf, stadtnah und trotzdem im Grünen gelegen, verfügt über ein intaktes Sozialleben und ein ganzjähriges, vielseitiges Freizeitangebot. Diese Vorzüge wie auch die Einbettung in die dynamische Region Limmattal machen Urdorf insbesondere für Familien zu einem attraktiven Wohnort.