Dietikon

Im neuen Ruggacker ist der Alltag eingezogen

Fast vier Jahre lang war der Ruggacker eine Baustelle. Vor zwei Wochen zügelten Bewohner, Pflegepersonal, Küche und die restliche Belegschaft zurück in den komplett renovierten Altbau.

Der Architekt Philip Sigg taufte das Alters- und Gesundheitszentrum auf den Namen «Traumschiff». In diesen Tagen ist die Schiffsmannschaft dabei sich einzuleben.

Grüner Aussenbereich

Bereits beim Betreten des frischen Gebäudes sticht die Grosszügigkeit der Räume ins Auge. Der in hellem Braun gehaltene Empfangsbereich geht fliessend in eine Cafeteria über.

Bewohner und Angehörige treffen sich hier, trinken Tee und Kaffee. Von der Cafeteria führen Glastüren hinaus in den Innenhof. Dort erinnern herumliegende Isolationsmatten zwischen Seniorenresidenz und Pflegezentrum noch an die erst vor kurzem abgeschlossenen Bauarbeiten.

In einigen Wochen wird eine Rasenfläche an den betonierten Sitzbereich grenzen. Heute dominiert im Vordergrund noch das Braun der frischen Erde. Dahinter jedoch wachsen die eingesetzten Blumen, Sträucher und Bäume bereits üppig durcheinander.

Genauso wie die Bewohner schätzen auch die Angestellten die entstehende grüne Umgebung des Ruggackers. Stephan Nussbaumer, Lernender Fachangestellter Gesundheit, geniesst den Ausblick in den neu gestalteten Aussenbereich.

Helle Zimmer

Gegen fünf Uhr am Nachmittag sind draussen im Hof die wenigsten Stühle besetzt. Bald wird das Abendessen serviert, ein Grossteil der Bewohnerinnen und Bewohner ist zu dieser Zeit auf den Zimmern.

Auch Ida Casanova wartet dort auf den Znacht. Sie sitzt auf ihrem Bett, im Fernsehen läuft ein Dokumentarfilm. Frau Casanova hat sich gut eingelebt in den zwei Wochen.

Das Zimmer gefällt ihr, sie findet es schön und hell. Wie die meisten ist auch sie froh, dass der Alltag den Zügelstress abgelöst hat. Es sei zwar auch eine Abwechslung gewesen sagt sie. Dennoch war der Umzug streng. «Natürlich läuft nicht mehr alles so am Schnürchen wie früher», sagt sie und fügt lächelnd an: «Aber 91 Jahre sind ja auch ein schönes Alter, nicht war?»

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