Die Enten wären weiter nicht schlimm - wären sie nicht Wirte von Saugwürmern, deren Larven, sogenannte «Entenflöhe», vereinzelt Badegästen zu nahe kommen.

Menschenhaut statt Entenfüsse

Eigentlich befällt die Larve die Schwimmhäute der Enten. Weil die Larve aber nicht zwischen Menschen- und Entenhaut unterscheiden kann, sondern ihren Wirt im seichten Gewässer mittels Wärmerezeptoren sucht, befällt sie auch Menschen und dringt in die Haut ein. Dort stirbt sie.

Die Auswirkungen sind ungefährlich, aber mühsam: Bereits eine Stunde nachdem die Larven in die Haut eingedrungen sind, kann ein starker Juckreiz einsetzen. 24 bis 48 Stunden nach dem Eindringen ist der Juckreiz am stärksten. Die Stellen heilen ohne spezielle Behandlung nach 10 bis 20 Tagen aus, ohne Folgeschäden.

Bekämpfung - Abschuss

Werkvorstand Christian Meier hat über Umwegen vom Treiben der Entenflöhe in der Bio-Badi erfahren. «Wie viele Badegäste effektiv von Juckreiz befallen waren, ist unklar.»

Eine Bekämpfung der Entenflöhe ist nicht möglich, wohl aber die der Enten. Im Schlieremer Parlament, wo die Entenflöhe mitunter Thema waren, fragte Gaby Niederer (Quartierverein), wie man die Enten von den Regenerationsteichen forthalten könne. Für Meier sind die Möglichkeiten begrenzt: «Wir müssten die Enten erschiessen.» Die Vergitterung der Becken wäre zu teuer, das Verscheuchen der Tiere ohne anhaltenden Effekt. Ausserdem glaubt Meier, dass der Aufschrei in der Bevölkerung riesig wäre, würden die Enten gejagt.

Für Meier ist der Abschussbefehl bislang nicht nur aus diesem Grund keine Option. «Es tut mir leid für die Einzelfälle; aber solange nicht Hunderte Badegäste über Entenfloh-Bisse klagen, sehe ich keinen Grund, die Enten abzuschiessen.» Die Entenflöhe seien ein Übel, aber eben Teil der Natur - «wie in jedem natürlichen Gewässer auch.»

Um allfälligem Juckreiz vorzubeugen rät Meier deshalb, nach dem Schwimmen ausgiebig zu duschen. Dafür müsse man noch nicht einmal die Zähne zusammenbeissen: «Wir haben Warmwasserduschen.»