Flankierende Massnahmen
Im März entscheidet der Regierungsrat über die Oetwiler Einsprachen

Der Regierungsrat entscheidet im März über die Einsprachen gegen das Strassenprojekt in Oetwil, das im April starten soll. Ein zu knapper Zeitplan? Wir haben das Tiefbauamt gefragt. Und zeigen auf, was es mit den aktuellen Baustellen in Geroldswil und Weiningen auf sich hat.

David Egger
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Die Huebwiesenstrasse in Geroldswil, die bald Teil einer grossen Umleitungsroute wird, ist jetzt auch eine Baustelle.
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Bis April werden hier Wasser- und Gasleitungen ersetzt sowie die neuen Leitungen für die Limeco-Regiowärme verlegt.
An manchen Orten sind die Gruben schon gemacht, an anderen sind sie erst eingezeichnet.
Auch vor der Ladenpassage an der Huebwiesenstrasse wird gearbeitet.
So sieht die Baugrube vor der Ladenpassage von oben aus.
Weiter geht es bei der Badenerstrasse in Weiningen, hier von der Geroldswiler Seite her gesehen.
Es werden neue Gasleitungen verlegt.
Auch diese Arbeiten sollten bis April fertig sein. Denn auch hier wird die grosse Umleitung durchführen.
Keine Angst: Trotz der aktuellen Baustellen kommen hier die Busse noch bestens durch.
Die Baustelle befindet sich auf dem Ausserorts-Teil der Strecke.
So präsentiert sich der Anfang der Baustelle von der Weininger Seite her.
Und natürlich wird auch am Gubrist gebaut. Genauer: Der Bau der dritten Gubriströhre wird vorbereitet.
Bildergalerie Baustellen rechts der Limmat
Ein weiterer wichtiger Platz während der Bauzeit befindet sich auf der anderen Seite.
Wie man links der Zürcherstrasse sieht, wurde für Fussgänger und Velofahrer eine Umleitung nötig.
So präsentiert sich die Umleitung von der anderen, der östlichen Seite.
Die Zürcherstrasse in Unterengstringen ist schon seit Anfang Februar eine Baustelle.
Zurzeit werden auch hier neue Werkleitungen verlegt. Ab April startet dann auch hier die Sanierung und Umgestaltung des Strassenraums.
Eine noch wichtigere Baustelle für Unterengstringen befindet sich aber an der neuen Dorfstrasse...
...das neue Gemeindehaus mit seiner einzigartigen Fassade sieht schon ziemlich vollständig aus.
So präsentiert sich die Seite des Gemeindehauses, die der Dorfstrasse zugewandt ist.

Die Huebwiesenstrasse in Geroldswil, die bald Teil einer grossen Umleitungsroute wird, ist jetzt auch eine Baustelle.

Blauer Himmel, angenehme Temperaturen, die Bausaison kommt in Gang, insbesondere rechts der Limmat: In Geroldswil ist jetzt auch die Huebwiesenstrasse eine Baustelle, seit 20. Februar. Es klaffen dort Löcher im Boden und präzise Einschnitte im Asphalt sowie orange Sprayereien geben an, wo es weitere Gruben zu graben gilt.

Es geht in erster Linie darum, die Leitungen zu verlegen, die dereinst die Regiowärme der Limeco transportieren. Zusätzlich werden auch neue Wasserleitungen und neue Gasleitungen verlegt. So sind zum Beispiel die Wasserleitungen bereits 50 Jahre alt. All diese Werkleitungsarbeiten müssen bis Mitte April abgeschlossen sein. Dann gehen die Bauarbeiten an der Limmattalstrasse los und die Huebwiesenstrasse wird Teil der grossen Umleitungsroute.
Gleiches gilt auch für die Badenerstrasse in Weiningen. Sie ist ebenfalls Teil der Umleitungsroute. Im Ausserorts-Teil der Strecke wird zurzeit das nördliche Trottoir aufgerissen. Wie die mit den Arbeiten befasste Baufirma auf Anfrage sagt, werden neue Gasleitungen verlegt.

Richtig losgehen werden die Strassenbauarbeiten in Weiningen aber erst im Sommer 2018. Zudem laufen derzeit die Bauarbeiten an der Zürcherstrasse in Unterengstringen, wo es ebenfalls um Werkleitungen geht, bevor dann im April die Strassenumgestaltung startet.
Im Grenzgebiet von Oetwil und Geroldswil sollen bereits im April die Arbeiten starten, weiter westlich in Oetwil dann im Juni. Dort zeugt aber noch nichts von den kommenden Bauarbeiten. Dennoch gibt es Neuigkeiten – in Bezug auf die fünf Einsprachen.

Der grosse Stolperstein im Zeitplan

Wie Thomas Maag, Sprecher der Zürcher Baudirektion, auf Anfrage sagt, wird sich der Regierungsrat in den nächsten Wochen mit den Einsprachen beschäftigen: «Bezüglich dem Projekt in Oetwil kann man sagen, dass der Regierungsrat im März über die Projektfestsetzung inklusive der fünf Einsprachen und die Ausgabe von 7,7 Millionen Franken entscheiden wird.»

Also alles gut in Bezug auf den Baustart? Nicht ganz: Die Einsprecher könnten den Entscheid des Regierungsrats noch vor das Verwaltungsgericht und allenfalls ans Bundesgericht weiterziehen. Zweierlei spricht zwar dagegen: Erfahrungsgemäss nehmen Einsprecher diesen Weg eher selten. Zudem ist es möglich, dass sich der Regierungsrat respektive die Baudirektion mit einem Teil der Einsprecher bereits einig geworden ist. Dazu äussert sich die Baudirektion noch nicht.

Das Tiefbauamt hofft, dass alles gut wird

Verzögerungen sind aber möglich – die Einsprachen hängen wie ein Damoklesschwert über dem geplanten Termin des Baustarts. «Wenn Rechtsmittel gegen ein Strassenprojekt ergriffen werden, führt dies in den meisten Fällen zu zeitlichen Verzögerungen», sagt auch Maag. Er versichert: «Wir hoffen vor allem für die Oetwiler Einwohner, dass es mit dem Baustart klappt. Denn nur so können wir die relativ kurze Bauzeit einhalten.»

In Weiningen, wo die Auflagefrist am 6. Februar endete, sind gegen das kantonale Projekt insgesamt vier Einsprachen eingegangen. Bei einem Teil geht es um das Projekt als solches, andere Einsprachen beziehen sich explizit auf den geplanten Landerwerb durch den Kanton.

Auch in Weiningen kam es zu Einsprachen

«Das kantonale Tiefbauamt wird nun mit den Einsprechern das Gespräch suchen und plant, das Projekt nach der Weininger Gemeindeversammlung vom 8. Juni 2017 durch den Regierungsrat festsetzen zu lassen», sagt dazu Baudirektionssprecher Maag.
Das wäre ein Jahr vor Baubeginn. Hier würden Rechtsmittel gegen den Regierungsratsentscheid also nicht direkt zu Verzögerungen führen – anders als beim bevorstehenden Entscheid zum Oetwiler Projekt.