Blauer Himmel, angenehme Temperaturen, die Bausaison kommt in Gang, insbesondere rechts der Limmat: In Geroldswil ist jetzt auch die Huebwiesenstrasse eine Baustelle, seit 20. Februar. Es klaffen dort Löcher im Boden und präzise Einschnitte im Asphalt sowie orange Sprayereien geben an, wo es weitere Gruben zu graben gilt.

Es geht in erster Linie darum, die Leitungen zu verlegen, die dereinst die Regiowärme der Limeco transportieren. Zusätzlich werden auch neue Wasserleitungen und neue Gasleitungen verlegt. So sind zum Beispiel die Wasserleitungen bereits 50 Jahre alt. All diese Werkleitungsarbeiten müssen bis Mitte April abgeschlossen sein. Dann gehen die Bauarbeiten an der Limmattalstrasse los und die Huebwiesenstrasse wird Teil der grossen Umleitungsroute.
Gleiches gilt auch für die Badenerstrasse in Weiningen. Sie ist ebenfalls Teil der Umleitungsroute. Im Ausserorts-Teil der Strecke wird zurzeit das nördliche Trottoir aufgerissen. Wie die mit den Arbeiten befasste Baufirma auf Anfrage sagt, werden neue Gasleitungen verlegt.

Richtig losgehen werden die Strassenbauarbeiten in Weiningen aber erst im Sommer 2018. Zudem laufen derzeit die Bauarbeiten an der Zürcherstrasse in Unterengstringen, wo es ebenfalls um Werkleitungen geht, bevor dann im April die Strassenumgestaltung startet.
Im Grenzgebiet von Oetwil und Geroldswil sollen bereits im April die Arbeiten starten, weiter westlich in Oetwil dann im Juni. Dort zeugt aber noch nichts von den kommenden Bauarbeiten. Dennoch gibt es Neuigkeiten – in Bezug auf die fünf Einsprachen.

Der grosse Stolperstein im Zeitplan

Wie Thomas Maag, Sprecher der Zürcher Baudirektion, auf Anfrage sagt, wird sich der Regierungsrat in den nächsten Wochen mit den Einsprachen beschäftigen: «Bezüglich dem Projekt in Oetwil kann man sagen, dass der Regierungsrat im März über die Projektfestsetzung inklusive der fünf Einsprachen und die Ausgabe von 7,7 Millionen Franken entscheiden wird.»

Also alles gut in Bezug auf den Baustart? Nicht ganz: Die Einsprecher könnten den Entscheid des Regierungsrats noch vor das Verwaltungsgericht und allenfalls ans Bundesgericht weiterziehen. Zweierlei spricht zwar dagegen: Erfahrungsgemäss nehmen Einsprecher diesen Weg eher selten. Zudem ist es möglich, dass sich der Regierungsrat respektive die Baudirektion mit einem Teil der Einsprecher bereits einig geworden ist. Dazu äussert sich die Baudirektion noch nicht.

Das Tiefbauamt hofft, dass alles gut wird

Verzögerungen sind aber möglich – die Einsprachen hängen wie ein Damoklesschwert über dem geplanten Termin des Baustarts. «Wenn Rechtsmittel gegen ein Strassenprojekt ergriffen werden, führt dies in den meisten Fällen zu zeitlichen Verzögerungen», sagt auch Maag. Er versichert: «Wir hoffen vor allem für die Oetwiler Einwohner, dass es mit dem Baustart klappt. Denn nur so können wir die relativ kurze Bauzeit einhalten.»

In Weiningen, wo die Auflagefrist am 6. Februar endete, sind gegen das kantonale Projekt insgesamt vier Einsprachen eingegangen. Bei einem Teil geht es um das Projekt als solches, andere Einsprachen beziehen sich explizit auf den geplanten Landerwerb durch den Kanton.

Auch in Weiningen kam es zu Einsprachen

«Das kantonale Tiefbauamt wird nun mit den Einsprechern das Gespräch suchen und plant, das Projekt nach der Weininger Gemeindeversammlung vom 8. Juni 2017 durch den Regierungsrat festsetzen zu lassen», sagt dazu Baudirektionssprecher Maag.
Das wäre ein Jahr vor Baubeginn. Hier würden Rechtsmittel gegen den Regierungsratsentscheid also nicht direkt zu Verzögerungen führen – anders als beim bevorstehenden Entscheid zum Oetwiler Projekt.