Schlieren
Im LuftiBus vor dem Spital Limmattal wird gepustet, was das Zeug hält

Beim Spital Limmattal konnte man sich gestern im Lungentestbus kostenlos einem Check unterziehen. Das Ziel des Lufti- Bus ist denn auch die Früherkennung und Aufklärung von Atemwegs- und Lungenkrankheiten.

Lukas Brügger
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In diesem kleinen Warteraum im inneren des Luftibuses müssen sich die wartenden Personen gedulden
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Luftibus im Spital Limmattal
Hereinspaziert! – Der Lungentestbus steht für alle Interessierte, die älter als zehn sind, offen
Der Lungentestbus des Vereins Lunge Zürich steht vor dem Spital Limmattal

In diesem kleinen Warteraum im inneren des Luftibuses müssen sich die wartenden Personen gedulden

Limmattaler Zeitung

Es ist nasskalt, meine Nase trieft. Beim Niesen verteile ich Bakterienschwalle in meiner Umgebung. Gehustet wird natürlich auch, vor allem nach dem morgendlichen Sprint zum Bahnhof. Im Zug angekommen, ringe ich noch immer nach Luft und keuche. Nein, ich würde nicht behaupten, dass meine Lunge momentan vor Energie strotzt. Zeit also, um mal die Funktionstüchtigkeit dieses Organs zu testen.

Zum Glück machte der Lungentestbus «LuftiBus» des Vereins Lunge Zürich gestern Halt vor dem Spital Limmattal in Schlieren, anlässlich des Welt-COPD-Tages. Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit ist eine der weltweit zunehmenden Lungenkrankheiten. Eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, da sie oft einen schleichenden Verlauf nimmt und Betroffene erst spät realisieren, dass sie an COPD leiden.

Das Ziel des Lufti- Bus ist denn auch die Früherkennung und Aufklärung von Atemwegs- und Lungenkrankheiten. Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren können darin ihre Lungenfunktion kostenlos testen.

Grosser Andrang

Diese Gelegenheit will auch ich mir nicht entgehen lassen. Schliesslich bin ich erst seit kurzem Exraucher. Meine Lunge wurde während Jahren vom Rauch der Zigaretten strapaziert. Wie viel Schaden hat die Lunge bereits genommen? Wie wirkt sich die Erkältung aus? Ich erhoffe mir im Luftibus Antworten.

Im kleinen Warteraum sitzen bereits Leute, weitere strömen rein, erhaschen aber nur ein «Ticket» – ein Kärtchen, das ihnen einen Termin am Nachmittag garantiert. «Die Nachfrage ist gross, der LuftiBus ist bereits gut besucht», sagt Anita Anselmi, eine der geschulten Mitarbeitenden, die auch mit mir den Test durchführen wird. Nach einigen Fragen zur Person und Gesundheit geht es los. Für den Lungenfunktionstest wird ein Mundstück zwischen die Zähne genommen, mit den Lippen umschlossen und vorerst normal ein- und ausgeatmet.

Bis ich die Anordnung von Frau Anselmi erhalte, tief einzuatmen. Was danach folgt, habe ich erwartet. «Jetzt mit voller Kraft ausatmen, bis ich Stopp sage», feuert mich Anselmi an. Auf dem Bildschirm sieht man die Linie steil hinauf schiessen. Ich gebe alles, spüre, wie sich die zuvor noch vollgepumpte Lunge entleert.

Anselmi kann mich beim Erklären des Resultates beruhigen: «Alle Werte sind im grünen Bereich». Nun weiss ich: Das Keuchen und Husten am Morgen im Zug liegt nicht am Kapazitätsmangel meiner zwei Lungenflügel, sondern eher am späten Verlassen des Hauses.

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