Unterengstringen
Im Kampf gegen digitalen Rückstand: Schule will hundert iPads kaufen

Für 290 000 Franken will die Schule ihren digitalen Rückstand wieder aufholen.

David Egger
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Die iPads sollen im Halbklassenunterricht eingesetzt werden.

Die iPads sollen im Halbklassenunterricht eingesetzt werden.

Chris Iseli

Das Kabel-Netzwerk in der Schule Unterengstringen wurde zwar in den letzten zehn Jahren ausgebaut, ist aber hoffnungslos veraltet. Es fällt hin und wieder für mehrere Tage aus, der immer wieder nötige technische Support ist teuer. Auch die knapp zehn Jahre alten Computer der Schule – es handelt sich um Macs – müssen ersetzt werden.

Die Lehrer haben wegen der veralteten Technik je länger desto weniger Lust, Informatik-Einheiten in den Unterricht einzubauen. Davon berichtet die Primarschulpflege in ihrer Weisung zur Versammlung der Schulgemeinde. Sie plant nun, 290 000 Franken zu investieren, um die Primarschule informationstechnisch wieder auf Vordermann zu bringen. Über diesen Kredit stimmt das Volk an der Gemeindeversammlung vom 15. Juni ab.

120 000 Franken davon sind für neue Datenleitungen und ein kabelloses Netzwerk (WLAN) eingeplant. 170 000 Franken kosten die Hard- und Software. Die Schule will keine Computer mehr kaufen, sondern iPads. Diese sollen im Halbklassenunterricht eingesetzt werden. Zu den Anschaffungskosten von 290 00 Franken sollen jährliche Kosten von 14 000 Franken hinzukommen für die Wartung und das Updaten der Geräte. Diese Aufgabe wird der Lieferant der iPads übernehmen. Dieser steht bereits fest und kommt laut Schulleitung aus der Region. Um überhaupt zu wissen, welche Geräte es braucht und wie sie im Unterricht eingesetzt werden sollen, haben drei Lehrer ein Konzept erarbeitet, das auf dem Lehrplan 21 des Kantons Zürich basiert.

Tennisclub: Vertrag bis 2081

Das zukunftsträchtigste Geschäft der politischen Gemeinde betrifft den Tennisclub Unterengstringen. Dessen Areal gehört dem Club seit 1982 im Baurecht. Dieser Vertrag läuft zwar noch bis 2042, soll aber bereits bis 2081 verlängert werden. Damit kommt der Tennisclub zu besseren Konditionen, wenn er bei den Banken Geld aufnimmt. Von der Gemeinde hat der Tennisclub seit 1981 ein Darlehen von 100 000 Franken. Wie dieses Geld zurückgezahlt werden soll, wird derzeit verhandelt. Neben dem Zins für dieses Darlehen erhält die Gemeinde jedes Jahr auch einen Baurechtszins. Insgesamt stehen ihr vom Tennisclub jährlich 4144,40 Franken zu, wobei sie sich davon 1144,40 Franken auszahlen lässt. Die restlichen 3000 Franken darf der Club für die Jugendförderung behalten. Mindestens dreimal jährlich muss der Tennisclub dafür seinen Sport den Jugendlichen vorstellen.

In der Weisung informiert der Gemeinderat auch über den langfristigen Plan des Tennisclubs, das führende Tennis-Center im Grossraum Zürich zu werden. Auch in der tennis-ähnlichen Trendsportart Padel will der Club führend sein. Dafür will er einen Tennisplatz in drei Padel-Plätze umbauen. Auch wichtige Padel-Turniere sollen dann in Unterengstringen stattfinden.
Ausserdem stimmt die politische Gemeinde über die Jahresrechnung ab, die mit einem Verlust von 423 000 Franken abschliesst. Im Budget wurden noch 162 000 Franken mehr Verlust erwartet, nämlich 585 000 Franken. Auch die Schulgemeinde schloss besser ab, mit einem Verlust von 418 000 Franken. Die Schule legt den Stimmbürgern zudem zwei Sanierungsprojekte vor: Ein Lift und ein Spielplatz des Büel-Schulhauses entsprechen nicht mehr den Sicherheitsrichtlinien. Weiter legt die politische Gemeinde die Bauabrechnung für die Einführung von Tempo 30 auf allen Gemeindestrassen vor. Der Kredit wurde wegen Ausgaben für ein Rekursverfahren um 3,8 Prozent überschritten.