Dietikon
Im Kampf für die Sicherheit und gegen die Unbelehrbaren

Zwischen Bahnhof und Überlandstrasse wird der Verkehr zurzeit durch einen privaten Sicherheitsdienst geregelt. Die Hitze und unbelehrbare Autolenker erfordern von den eingesetzten Angestellten viel Geduld und Ausdauer.

Florian Niedermann
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Auch beim Bahnhof Dietikon muss der Verkehr rund um die Uhr reguliert werden
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Stefan Bürgler von der Outsec AG stoppt den Verkehr, der aus der Weiningerstrasse in die Überlandstrasse einbiegen will, mit dem entsprechenden Handzeichen
Der Einsatz des privaten Verkehrssicherheitsdienstes ist nötig, weil die Weinigerstrasse trotz Belagsarbeiten für den öffentlichen Verkehr und Taxis geöffnet bleiben muss
So kämpft der Verkehrssicherheitsdienst gegen unbelehrbare Autolenker
Auch beim Bahnhof Dietikon muss der Verkehr rund um die Uhr reguliert werden
Der motorisierte Individualverkehr muss auch hier gestoppt werden, um den Bussen die Durchfahrt zu ermöglichen
Sobald der Bus die Einbahnstrecke passiert hat, kann die Strasse wieder freigegeben werden

Auch beim Bahnhof Dietikon muss der Verkehr rund um die Uhr reguliert werden

Die Sonne brennt so stark vom Himmel, dass der Asphalt schon am Vormittag zu flimmern beginnt. Nur die Autos und Lastwagen, die alle paar Sekunden vorbeibrausen, sorgen für kühlende Windstösse.

Unangenehm ist auch der Strassenstaub, der aber nur an den weissen Handschuhen der Mitarbeiter des Verkehrssicherheitsdienstes sichtbar wird, die derzeit den Verkehr entlang der Weiningerstrasse zwischen Bahnhofplatz und Überlandstrasse regeln.

«Wir müssen unsere Handschuhe mindestens zweimal pro Woche waschen, damit sie wieder weiss sind», erklärt der Einsatzleiter der Outsec AG, Stefan Bürgler. Er steht auf der Kreuzung an der Überlandstrasse und dirigiert abwechselnd Autos aus oder in die Weiningerstrasse.

Sperrung ist nicht möglich

Bürgler und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen diesen Strassenabschnitt zurzeit in Achtstundenschichten rund um die Uhr beaufsichtigen. Der Grund dafür sind Belagsarbeiten, die noch bis am 26. Juli um 18 Uhr andauern. Da Busse und Taxis auch weiterhin auf dieser Strasse verkehren müssen, kann sie nicht komplett gesperrt werden. Nun verkehren sie zusammen mit dem motorisierten Individualverkehr einspurig in beide Richtungen.

«Oben ist gesperrt, der Letzte ist ein blauer Peugeot», schallt es aus Bürglers Funkgerät. Er wartet ab, bis der blaue Wagen in die Überlandstrasse eingebogen ist, winkt den wartenden Bus mit präzisen Armbewegungen in die Weiningerstrasse und gibt danach die Kreuzung wieder frei. «Unten ist zu. Der Bus kommt.»

Die Arbeit auf der Kreuzung ist hart - besonders jetzt im Sommer. «Wir trinken alle mindestens drei Liter Wasser am Tag. Dazu schützen wir uns mit Sonnenbrillen. Sonnencreme über Faktor 30 ist ein Muss, wenn man sich nicht verbrennen will», erklärt Bürlger. Die schweren Arbeitsschuhe seien aber nötig, weil man ab und zu auch über den noch heissen Teer gehen müsse. An die langen Hosen gewöhne man sich, erklärt er: «Sie bieten den besten Schutz gegen die Sonne.»

Unbelehrbare sorgen für Gefahr

Neben der Hitze kämpft der Verkehrssicherheitsdienst auch immer wieder mit unbelehrbaren Automobilisten. «Viele Leute kennen die Handzeichen schlicht nicht, oder folgen unseren Anweisungen nicht, weil sie denken, dass sie es besser wissen», sagt René Leuenberger, der Geschäftsführer bei der Outsec AG.

Dadurch komme es oft zu gefährlichen Situationen. «Dank dem Posten am anderen Ende der Weiningerstrasse und der Funk-Kommunikation konnten wir Zusammenstösse bisher immer verhindern», erklärt er. Dies sei aber nur möglich, weil seine Angestellten trotz der widrigen Umstände stets konzentriert arbeiten würden.