Tanzen am Fuss des Matterhorns – in Dietikon wird dies bald möglich sein. Derzeit ist der Musikclub Alpenrock House mit dem Umzug vom Flughafen in den Bezirkshauptort beschäftigt. Mit im Gepäck sind auch die Chalets, Felswände und das grosse Matterhorn-Bild, wie man es vom alten Standort her kennt.

Derzeit sind Arbeiter damit beschäftigt, das Lokal an der Riedstrasse 4 im Industriegebiet Silbern einzurichten. Laut Wayne van Rooyen, CEO der Alpenrock Betriebs AG, läuft alles nach Zeitplan, sodass der offiziellen Eröffnung am Wochenende vom 20. und 21. September nichts im Wege stehen sollte.

Grund für den Umzug des vor 17 Jahren gegründeten Musikclubs ins Limmattal sind die Pläne des Flughafens für den Bau eines grossen Dienstleistungszentrums, besser bekannt unter dem Namen «The Circle». «Wir müssen diesem Zentrum weichen», so van Rooyen. Deshalb habe man schon seit längerem nach Alternativstandorten gesucht. Dass in Dietikon die Lokalität, in der einst der Musikpark A1 und später der Club «Nachtschicht» untergebracht waren, leer steht, sei ein Glücksfall.

Der Zufall half mit

«Wir haben durch Zufall davon erfahren. Die Vermieterin, die Firma Lyreco, hat bei uns einen Anlass durchgeführt», sagt van Rooyen. Das ehemalige Hochregallager sei ideal, weil es mit rund 1400 Quadratmeter Fläche sogar noch etwas grösser sei als das Gebäude beim Flughafen. Zudem liege das Lokal im Industriegebiet. Dadurch sollte es keine Lärmklagen geben.

Auch sonst sei man davon überzeugt, dass Dietikon ein idealer Standort sei. «Wie beim Flughafen ist auch in Dietikon ein guter Anschluss an die Autobahn gewährleistet. Der Bahnhof ist zudem besser an das Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbundes angeschlossen als jener beim Flughafen», so van Rooyen. Deshalb werde ein Shuttleservice zwischen dem Club und dem Bahnhof organisiert. «Mit dem Standort Dietikon rücken wir noch näher an den Grossteil unserer Gäste heran», sagt van Rooyen. Eine Gästeanalyse habe gezeigt, dass das Alpenrock House über eine überregionale Kundschaft verfüge, wobei ein grosser Teil aus dem Aargau komme.

Van Rooyen ist auch überzeugt, dass das Alpenrock House nicht so schnell aus Dietikon verschwinden wird. «Wir verfolgen eine langfristige Strategie. Das Lokal haben wir für zehn Jahre gemietet», sagt er. Weshalb die beiden Vorgänger-Clubs nicht lange durchhielten, darüber will van Rooyen nicht spekulieren. «Unser Vorteil ist, dass wir regelmässig Firmenanlässe organisieren und uns so einen Namen gemacht haben. Dadurch können wir die Lokalitäten auch unter der Woche nutzen», hält er fest. In Dietikon sei diesbezüglich Potenzial vorhanden.

In Dietikon freut man sich

Insgesamt finden am neuen Standort 1800 Besucher Platz. Sie können sich auf zwei Dancefloors – einem Nichtraucher- und einem Raucherbereich – bewegen. Zudem stehen fünf Bars sowie neu ein separiertes Restaurant mit 150 Plätzen zur Verfügung. «Im Restaurant bieten wir Schweizer Küche an», so van Rooyen.

In Dietikon freut man sich über den Zuzug. «Wir begrüssen es, dass sich das Alpenrock für Dietikon entschieden hat», sagt die städtische Standortförderin Jasmina Ritz. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen sei mustergültig. «Sie haben schon früh mit uns Kontakt aufgenommen und ein Konzept vorgelegt», so Ritz. Die Stadt habe ihrerseits den Kontakt zum Coop Silbern hergestellt. So sei es nun möglich, dass das Alpenrock dort Parkplätze mieten könne. «Wir sind zuversichtlich, damit eine gute Lösung für alle gefunden zu haben», sagt Ritz.