Uitikon

Im Hallenbad Uitikon waren Neid und Missgunst Fremdworte

Rund 90 Teilnehmer aus 14 Behindertensportklubs aus der ganzen Schweiz demonstrierten ihre Schwimmkünste im Hallenbad Uitikons. Dabei galt: Der Konstantere war der Gschwindere.

Der Regen prasselte unaufhörlich an die grossen Scheiben des Hallenbades in Uitikon, für die Teilnehmer des Differenzschwimmens kein Grund zum Trübsal blasen. Ganz im Gegenteil: Die Teilnehmer strahlten, wenn sie aus dem Wasser stiegen und sich wie die Profis gegenseitig abklatschen.

So sind Neid und Missgunst Fremdworte. Diese Menschen, wenn auch mit unterschiedlichen Handicaps, können gut schwimmen - einfach ein Spur langsamer. «Bei uns gibt es keinen Leistungsdruck, dafür überwiegen die Motivation und die Freude», sagt Organisatorin Elsbeth Fuhrer.

Die technische Leiterin des Behindertensportclubs (BSC) Limmattal weiss, wovon sie spricht. Denn seit über zwei Jahrzehnten organisiert Fuhrer, krankheitsbedingt selber im Rollstuhl, diesen Schwimmsporttag. Sie begrüsst für diesen Schwimm-Event Teilnehmer aus der ganzen Schweiz..

Mehr Unterstützung wäre schön

25 Meter, 50 Meter oder sogar 100 Meter. Über diese drei Distanzen konnten die Teilnehmer an den Start gehen und sorgten den ganzen Nachmittag für Hochbetrieb. «Die Gemeinde stellt uns das Hallenbad exklusiv zur Verfügung, weitere Gönner unterstützen diesen Anlass», freut sich Elsbeth Fuhrer. Mehr Unterstützung aus Wirtschaftskreisen wäre jedoch sehr willkommen.

90 Teilnehmer aus 14 Behindertensportklubs aus der ganzen Schweiz zeigten bemerkenswerte Leistungen. Während auf fünf Bahnen um die schnellsten Zeiten geschwommen wird, unterstützen vom Beckenrand die anderen Teilnehmer und Begleiter die Schwimmenden mit lautstarken Zurufen.

Beflügelt von diesem Support erzielen zwei Teilnehmer vom BSC Limmattal sogar die beste Zeit und freuen sich über den Sieg in ihrer Gruppe. Gewinnen werden jedoch nicht die schnellsten Schwimmer, sondern diejenigen, derer Zeiten der ersten und zweiten Runde möglichst nahe beieinander liegen.

«Die Akzeptanz von Menschen mit einem Handicap ist in unserer Gesellschaft zwar besser geworden, doch es bleibt viel zu tun, damit wir diese Menschen noch besser integrieren können», meint Fuhrer weiter.

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