Limmattal

Im Gebiet Silbern liegt der Schlüssel zum Erfolg

Im Gespräch (v. l.): GVL-Präsident Gregor Biffiger, Spreitenbachs Gemeindeammann Josef Bütler, CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr aus Dietikon, Moderator Jürg Krebs, Dietikons Stadtpräsident Otto Müller und der Dietiker Stadtplaner Jürg Bösch.  mmo Im Gespräch (v. l.): GVL-Präsident Gregor Biffiger, Spreitenbachs Gemeindeammann Josef Bütler, CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr, Dietikon, Moderator Jürg Krebs (az Limmattaler Zeitung), Dietikons Stadtpräsident Otto Müller und der Dietiker Stadtplaner Jürg Bösch.  mmo

Im Gespräch (v. l.): GVL-Präsident Gregor Biffiger, Spreitenbachs Gemeindeammann Josef Bütler, CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr aus Dietikon, Moderator Jürg Krebs, Dietikons Stadtpräsident Otto Müller und der Dietiker Stadtplaner Jürg Bösch. mmo Im Gespräch (v. l.): GVL-Präsident Gregor Biffiger, Spreitenbachs Gemeindeammann Josef Bütler, CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr, Dietikon, Moderator Jürg Krebs (az Limmattaler Zeitung), Dietikons Stadtpräsident Otto Müller und der Dietiker Stadtplaner Jürg Bösch. mmo

Das Verkehrsproblem im Limmattal kann gelöst werden – davon ist zumindest das Komitee «Vorwärts Limmattal» überzeugt. Ein Vorschlag: Ein S-Bahn-Anschluss im Gebiet Silbern

Die Zahlen sind ernüchternd, sogar beängstigend. Jeden Tag wälzen sich über 100000 Fahrzeuge im Durchgangsverkehr durch das Limmattal und sorgen nicht nur auf den Hauptverkehrsachsen an 278 Tagen im Jahr für Chaos und Ärgernis. Auch die Bahnhauptschlagader mit 800 Zügen pro Tag auf der Strecke nach Bern und Basel stellt eine enorme Belastung dar. Das Komitee «Vorwärts Limmattal» hat genug von diesen Problemen und will mit griffigen Massnahmen für Verkehrsberuhigung sorgen.

An einer Informationsveranstaltung im Dietiker Stadthaus informierte das Komitee, mit Otto Müller, «Vorwärts Limmattal»- und Dietiker Stadt-Präsident, Josef Bütler, Gemeindeammann Spreitenbach, Gregor Biffiger, Präsident des Gewerbeverbands Limmattal (GVL) und Grossrat Kanton Aargau, Josef Wiederkehr, CVP-Kantonsrat aus Dietikon und Jürg Bösch, Stadtplaner Dietikon, wie man den bestehenden Problemen entgegen treten will. Ergänzend steht dem Komitee Bruno Hofer als Standortförderer des Limmattals zur Seite.

Das Limmattal leidet

«Das Limmattal leidet sehr unter den momentanen Verhältnissen», sagte Stadtpräsident Otto Müller. Kein Wunder denken Unternehmungen offen über eine Abwanderung nach und die Wohnattraktivität könnte an Wert verlieren.

Da und dort höre man bereits, «wer es sich leisten kann, zieht weg», meinte CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr. Und genau dies müsse unter allen Umständen verhindert werden, darüber ist sich das Komitee einig.

Dafür stehen drei elementare Verbesserungsmassnahmen im Mittelpunkt, um den Verkehr zu verflüssigen: «Das Gebiet Silbern mit dem angrenzenden Niderfeld braucht dringend einen eigenen S-Bahnanschluss», erklärte Stadtplaner Jürg Bösch. Die technische Machbarkeit ist erwiesen und die Zweckmässigkeit bei geschätzten 7500 Reisenden – deutlich mehr Passagiere, als die Station Glanzenberg pro Tag aufweist – absolut gegeben. Kostenpunkt: Rund 35 Millionen Franken.

Zudem würden sich die Reisezeiten (ein Umsteigen auf die Buslinie wäre überflüssig) von Zürich HB in die Silbern um 12 Minuten verkürzen, von Killwangen her gar um 17 Minuten. Trotzdem kann mit einer Realisierung frühestens ab 2018 gerechnet werden.

«Wir müssen grösser denken, denn die momentane Problematik ist für eine Kommune allein nicht lösbar. Es braucht Partner», erklärte Josef Bütler, Gemeindeammann von Spreitenbach und dachte dabei an die Kantone Zürich und Aargau und den Bund. Ein zweiter Autobahn-Halbanschluss bei Spreitenbach würde einerseits den Verkehrsknoten Silbern-/Mutschellenstrasse deutlich entlasten und zudem die Entwicklungschancen von Spreitenbach wahren. Ferner würde eine vorverlegte Autobahnausfahrt Dietikon zusätzliche Erleichterung bringen. Der Verkehr könnte sich so direkt in die Mutschellenstrasse einfügen, ohne wie bisher durch ein Lichtsignal blockiert zu werden.

Mit 60 Hektaren Ausdehnung ist das Gebiet Silbern zudem das grösste, zusammenhängende Wirtschaftsgebiet im Zürcher Limmattal und grösster Arbeitgeber-Cluster von Dietikon. «Steht man pro Tag im Gebiet Silbern drei Minuten im Stau, werden pro Jahr bei einem Stundenlohn von sechzig Franken 20 Millionen Franken Staukosten produziert», rechnete der GVL-Präsident Gregor Biffiger vor.

«Man kann nicht nur jammern»

Die anwesenden Besucher zeigten sich über das geringe Interesse aus der Bevölkerung schockiert. «Man kann nicht nur jammern, man muss sich auch für Lösungen starkmachen», erklärte einer der Besucher. Zudem hätte er mehr substanzielle Fakten als nur persönliche Rechtfertigungen erwartet.

Das Limmattal brauche mehr Gehör, sonst werde es von der Entwicklung überrollt, sagte Standortförderer Hofer am Rande der Veranstaltung. «Alles, was die Bevölkerung wirklich will, ist realistisch. Denn der Souverän bestimmt die Politik»..

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