Schlieren

Im Familiengartenverein Betschenrohr vereinen sich Nationen

Die Kinder der Familie Cunha mit den Pokal.

Der Schlieremer Verein feierte sein erstes Multi-Kulti-Gartenfest. Gross und klein amüsierte sich an einem der wohl letzten Spätsommernachmittage.

Gross und Klein plaudern angeregt, lachen, essen, trinken und geniessen die vielleicht letzten sonnigen Stunden im Spätsommer am letzten Samstagnachmittag. Das Fest des Familiengartenvereins Betschenrohr in Schlieren feierte mit dem Motto «Multi-Kulti» seine kulturelle Vielfalt.

«Wir haben zwar 13 Uhr als Startzeit angesetzt, jedoch sind schon seit 9 Uhr ganz viele Familien da», sagte Ronald Mücke, Präsident des Vereins der Familiengärten Betschenrohr. Damit habe man nicht gerechnet.

Freudige Stimmung herrschte unter den etwas mehr als 30 Anwesenden, die entweder an den grossen Tischen sassen oder sich bei einem Stand Spezialitäten aus der Schweiz, Serbien, Italien, Portugal, Bosnien oder Frankreich holten.

«Ich habe heute alle lieb bekommen»

«Wir müssen wie früher wieder etwas zusammen machen», sagte Ninon Fässler aus Schlieren. Die 84-Jährige pflegt seit 50 Jahren ihren Garten. «Ich habe heute alle lieb bekommen. Ab jetzt muss der Anlass zweimal jährlich stattfinden.»

Gemäss Vizepräsident Erwin Trindler sei das Ziel, eine Begegnungsstätte zu schaffen, damit man nicht so isoliert im eigenen Garten bleibt. «Heute kommen Generationen und Nationen zusammen. Es ist ein voller Erfolg», sagte Trindler. So könne das Betschenrohr seine einzigartige Bio- und soziale Diversität zeigen.

Um den Anlass durchzuführen, bildete Catia Mücke ein OK-Team. Sofort seien mehrere Familien davon begeistert gewesen. «Jeder kann an unserem Gartenfest zeigen, was seine Kultur zu bieten hat – das reicht vom Essen bis zum serbischen Volkstanz», sagte Mücke, die Ehefrau des Vereinspräsidenten.

Zu italienischer Musik wurde Paella, Bacalhau, Sau am Spiess und Crêpe verspeist und fröhlich getanzt. Zudem kürte man die Sieger des Gemüse-Wettbewerbs. Familie Cunha, ursprünglich aus Portugal, gewann einen Pokal für den grössten Kürbis.

Der gebürtige Bosnier Milos Bajunovic erhielt einen für den zweitgrössten Kürbis und mit seinem einzigartig aussehenden Peperoncini-Strauch wurde auch der gebürtige Italiener Gaetano Puzzo ausgezeichnet.

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