Oberengstringen

Im Fall der getöteten Rentnerin kommt es zum Indizienprozess

In diesem Gebäude wurde die 84-Jährige getötet. Screenshot Tele M1

In diesem Gebäude wurde die 84-Jährige getötet. Screenshot Tele M1

Die Staatsanwaltschaft hat die Schwiegertochter der 84-jährigen Rentnerin wegen Mordes angeklagt. Sie soll im Januar 2016 ihre Schwiegermutter gewaltsam umgebracht haben.

Am 27. Februar 2016 wurde eine Rentnerin tot in ihrer Wohnung in Oberengstringen aufgefunden. Kurz zuvor hatte der 49-jährige Sohn bei der Kantonspolizei angerufen und gemeldet, es gehe seiner Mutter gesundheitlich nicht gut. Die Obduktion ergab laut Polizeiangaben, dass sie gewaltsam ums Leben kam. Im Laufe der Ermittlungen wurden ihr Sohn und dessen Ehefrau festgenommen.

Der Mann war bis April in Haft, wurde dann aber freigelassen, da sich der Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtete. Seine Ehefrau befindet sich immer noch in Untersuchungshaft. Die Nigerianerin hatte im November 2015 den Sohn der Getöteten geheiratet, bei der die beiden zum Tatzeitpunkt vorübergehend wohnten. Der Sohn und die Schwiegertochter wollten per 1. April in die neue Eigentumswohnung in Unterengstringen ziehen.

Staatsanwalt Michael Scherrer bestätigte nun gegenüber dem «Tages-Anzeiger», dass gegen die 33-Jährige Anklage erhoben wurden. Sie wird sich vor dem Bezirksgericht Dietikon wegen vorsätzlicher Tötung verantworten müssen. Die Schwiegertochter ist nicht geständig, es wird daher zu einem Indizienprozess kommen. Wann der Gerichtsprozess stattfinden wird, ist noch offen. Ebenso ist noch nicht öffentlich, wer die Nigerianerin verteidigen wird.

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