Die Urdorfer Schulgemeindeversammlung hat die Erhöhung des Steuerfusses von 59 auf 62 Prozent genehmigt. Der Entscheid fiel relativ klar aus: So gab es 94 Stimmen für das Budget und 21 Stimmen dagegen. Zu diskutieren gab das Budget mit dem neuen höheren Steuerfuss gleichwohl. Markus Lottenbach, der Vizepräsident der lokalen SVP, forderte namens seiner Ortspartei die Ablehnung, da das Budget trotz Erhöhung des Schulsteuerfusses mit einem Defizit von 750'000 Franken abschliesst. "Wieder ein grosses Minus", sagte Lottenbach. Nun brauche es die Ablehnung des Budgets. "Damit wir wieder zu einer schwarzen oder roten Null kommen", erklärte Lottenbach. Die Mehrheit der Gemeindeversammlung schloss sich dieser Meinung aber nicht an.

Das Budget der politischen Gemeinde Urdorf mit dem neuen Steuerfuss von 56 statt 59 Prozent wurde dann ohne Kritik und einstimmig angenommen, womit der Steuerfussabtausch zwischen den beiden Gütern beschlossene Sache war. Damit erhält die Schule nun also doch noch mehr Steuergelder, nachdem eine einseitige Steuererhöhung 2015 und 2016 noch gescheitert war, da die Bürgerinnen und Bürger keinen höheren Gesamtsteuerfuss wollten. Jetzt, mit der gleichzeitigen Senkung des Steuerfusses der politischen Gemeinde, hat es also doch noch geklappt und die Schule erhält mehr Geld, ohne dass der Gesamtsteuerfuss steigt.

Bei der Versammlung der politischen Gemeinde wurde zudem die neue Gebührenverordnung diskussionslos und einstimmig angenommen, handelt es sich dabei doch in erster Linie um einen Nachvollzug kantonaler Vorgaben.

Die Schulgemeindeversammlung genehmigte zudem die Bauabrechnung zum 2012 gesprochenen Objektkredit für die neuen Gruppenräume im Schulhaus Moosmatt diskussionslos und einstimmig. Mit lediglich drei Gegenstimmen bewilligte die Versammlung zudem den Rahmenkredit von einer halben Million Franken für die zeitgemässe Modernisierung der Informatik-Hardware-Struktur im Unterrichtsbereich. Dabei geht es inbesondere um die Anschaffung von etwas mehr als 400 Tablets für total rund 200'000 Franken.

Um 21.20 Uhr konnte Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner (EVP) den offiziellen Teil der Gemeindeversammlung beenden.