Dietikon
Im Chrüzacher heisst es Manege frei für die Artisten von morgen

Während einer Woche verwandeln sich Kinder in Akrobaten, Clowns und Tierdresseure.

Flurina Dünki
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Ida jongliert schon mit zwei Bällen.
12 Bilder
Eigentlich sollte die Ziege unter dem Bogen durch.
Die Clowns studieren die Nummer ein.
Die Ziege kann die Kunststücke schon.
Zirkuswoche im Chrüzacher Dietikon
Filip in der einarmigen Brücke.
Sofia ist schon Profi auf der Slack Line
Ups, gerade nochmals gut gegangen.
Die Slack Line eignet sich auch für ein kurzes Päuschen.
Haltet mich gut fest! Sofia, Martina und Debora.
Nach einer Reihe Purzelbäume ist es Carole ganz schön schwindlig.
Filip beherrscht bereits die Verbeugung.

Ida jongliert schon mit zwei Bällen.

Flurina Dünki

Sofia ist höchst konzentriert, als sie behutsam einen Fuss vor den anderen auf die zwischen zwei Bäumen gespannte Slack Line setzt. Unter der Zehnjährigen geht es zwar nur einen halben Meter in die Tiefe, doch möchte sie es unbedingt zum anderen Baum schaffen, ohne zwischendurch auf die Erde stehen zu müssen. Mit ihren Freundinnen Debora und Martina übt sie sich während der Zirkuswoche der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher im Seiltanz. An weiteren schattigen Plätzchen des Chrüzacher-Areals üben andere kleine Artisten fleissig an Jonglier-, Clown- und Akrobatiknummern.

«Am ersten Morgen durften die Kinder die verschiedenen Sachen wie Jonglage, Seiltanz und Akrobatik ausprobieren, damit sie eine Disziplin wählen konnten», sagt Chrüzacher-Mitarbeiterin Mia Peterhans. Daneben studieren die Kinder unter der Leitung von Reittherapeutin Mirjam Spring auch Tiernummern mit Chrüzacher-Tieren ein.

Die zehnjährige Ida hat sich ein hohes Ziel für die Woche gesetzt. Sie möchte jonglieren lernen. Mit zwei Bällen klappt es schon ganz gut, nun wagt sie sich an die Keulen heran. Filip, 8, übt mit den Akrobaten. Er hat bereits eine Nummer einstudiert mit Purzelbäumen, einem Handstand und einer perfekt inszenieren Verbeugung zum Schluss. Die grösseren Kinder von 8 bis 14 Jahren üben bereits am Morgen, während die vier- bis siebenjährigen erst am Nachmittag dazu stossen. Beide Gruppen werden morgen um 18 Uhr eine gemeinsame Vorstellung in der Freizeitanlage geben.

Die Ziege hat die Holzbrücke aus Brettern schon bemerkt, auf der Viola, Luana und Dahlia sie gleich balancieren lassen werden. Noch hält sie die mit farbigem Filz umspannten Bretter jedoch für ein Werkzeug, an dem sie ihre Zähne wetzen kann. Sobald die Mädchen unter der Leitung von Chrüzacher-Praktikantin Rahel Schlenker der Zirkus-Ziege Befehle geben, hüpft sie in einem Satz auf das Podest. Dahlia gibt ihr zur Belohnung ein Ziegen-Guetzli. Der Lohn der Kinder wird morgen der Applaus an der Vorstellung sein.