Dietikon

Illegale Abfallverbrennung: Private Cheminées sollen kontrolliert werden

Nicht immer wird im Cheminée vorschriftsgemäss Holz verbrannt. Bru

Nicht immer wird im Cheminée vorschriftsgemäss Holz verbrannt. Bru

Der Stadtrat soll private Cheminées vermehrt kontrollieren und die illegale Verbrennung von Abfall bekämpfen. Dies fordern Gemeinderat Lucas Neff (GP) und zwölf Mitunterzeichnende in einem Postulat an den Stadtrat.

Für Lucas Neff ist der Fall klar: Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe belegt, dass in der Schweiz noch heute mehrere tausend Menschen pro Jahr an den Folgen der Luftverschmutzung sterben, argumentiert der Dietiker, der für die Grünen im Gemeinderat sitzt. Besonders die Auswirkungen von Ozon und Feinstaub seien problematisch.

Cheminées und Feuerstellen

Eine Quelle von Feinstaub sei die illegale Abfallverbrennung, die auch in Dietikon stattfinde, so etwa in «Feuerstellen im Freien, etwa in Schrebergärten oder auch zu Hause im privaten Cheminée», schreibt der Gemeinderat. Für den Vollzug der Abfallgesetzgebung und damit auch die Kontrollen sei die Stadt zuständig, so Neff weiter.

In der Antwort auf die Interpellation «Winterzeit ist Feinstaubzeit» erklärte der Dietiker Stadtrat, dass nur etwa 300 der rund 1000 vorhandenen Cheminées durch den Kaminfeger kontrolliert würden, und dies lediglich «mittels einfacher Sichtkontrolle». Neff legt nun dar, eigene Erfahrungen hätten gezeigt, dass Privatverbrennung von Abfall weit verbreitet sei.

Bei den daraus erfolgenden Atemweg- und Krebserkrankungen sei die Ursache im Einzelfall nicht nachzuweisen. «Die Statistiken zeigen aber eindeutig den Zusammenhang auf», so Neff. Die Rückstände von illegalen Verbrennungen seien gut nachweisbar, so etwa im Russ im Kamin oder auch in der Asche.

Luftqualität verbessern

Neff fordert vom Stadtrat, dass er Massnahmen prüft, damit die Luftqualität in Dietikon «markant verbessert» werden kann und dass er den Gemeinderat darüber informiert, welche Massnahmen umgesetzt werden. Grundsätzlich sollte es mit «angemessenem Aufwand» möglich sein, die Bevölkerung umfassend über das Thema zu informieren und effektive Kontrolle mittels Stichproben oder auf Anzeige hin zu gewährleisten, so der Postulant.

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