Es ist eine Aufgabe, die höchste Konzentration beansprucht. Diogo zählt die geordneten Panini-Bilder der Reihe nach laut vor einer Gruppe Kinder auf. Sobald man einen der Fussballer braucht, muss man sich melden. Es scheint anstrengend zu sein. Niemand will die für ihn wichtigen Durchsagen verpassen. «Man merkt, dass sie bald müde werden», sagt Bibliotheksleiterin Cornelia Voltzenlogel.

Die Panini-Tauschbörse findet schon zum dritten Mal in der Bibliothek Geroldswil statt. «Es ist die zweite WM. Und dann haben wir auch an der letzten EM in der Bibliothek getauscht», sagt Voltzenlogel. Die Bibliotheksleiterin ist auf die Idee gekommen, die Panini-Börse zwischen Regalen und Büchern stattfinden zu lassen. «Heute ist wirklich viel los. Es bleiben meist auch Kinder zum Lesen und Spielen hier», sagt sie.

Das Tauschen scheint auch Erwachsene anzustecken: «Kürzlich kamen auch drei Mütter vorbei und begannen, auf dem Boden sitzend, Bilder zu tauschen», sagt Voltzenlogel. Ohne die organisatorische Hilfe der Sechstklässler würde die Börse nicht stattfinden: «Sie haben alles organisiert und beaufsichtigen das Geschehen. Ist jemand verhindert, suchen sie sofort nach Ersatz», sagt sie. Als Dank für den Einsatz der baldigen Oberstufenschüler haben sie gestern zusammen Pizza gegessen.