Geroldswil
«Ich möchte es diese WM wirklich schaffen - es fehlen noch 16 Paninis»

In der Bibliothek Geroldswil tauschen die Schüler fleissig Panini-Bilder. Auch die Erwachsenen lassen sich vom Sammelfieber anstecken.

Liana Soliman
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Hochkonzentriert sitzen die Primarschüler um den Tisch. Alle haben dasselbe Ziel: ihr Paniniheft füllen. Jeder sitzt mit einem Stapel Sticker vor sich und versucht die fehlenden Spieler zu ergattern.

Hochkonzentriert sitzen die Primarschüler um den Tisch. Alle haben dasselbe Ziel: ihr Paniniheft füllen. Jeder sitzt mit einem Stapel Sticker vor sich und versucht die fehlenden Spieler zu ergattern.

Limmattaler Zeitung

Es ist eine Aufgabe, die höchste Konzentration beansprucht. Diogo zählt die geordneten Panini-Bilder der Reihe nach laut vor einer Gruppe Kinder auf. Sobald man einen der Fussballer braucht, muss man sich melden. Es scheint anstrengend zu sein. Niemand will die für ihn wichtigen Durchsagen verpassen. «Man merkt, dass sie bald müde werden», sagt Bibliotheksleiterin Cornelia Voltzenlogel.

Die Panini-Tauschbörse findet schon zum dritten Mal in der Bibliothek Geroldswil statt. «Es ist die zweite WM. Und dann haben wir auch an der letzten EM in der Bibliothek getauscht», sagt Voltzenlogel. Die Bibliotheksleiterin ist auf die Idee gekommen, die Panini-Börse zwischen Regalen und Büchern stattfinden zu lassen. «Heute ist wirklich viel los. Es bleiben meist auch Kinder zum Lesen und Spielen hier», sagt sie.

Amy, 7 Jahre, Oetwil «Ich selber sammle nicht und habe auch kein eigenes Heft. Mein Bruder sammelt aber. Ich helfe ihm dabei. Meistens sortiere ich die Fussballspieler.»
6 Bilder
Diogo, 12 Jahre, Geroldswil «Ich habe vorher noch nie ein Heft vervollständigt. Dieses Mal sieht es gut aus: Mir fehlen noch 16 Paninis. Ich möchte es diese WM wirklich schaffen.»
Brüder Thierry und Philippe, 8 Jahre, Oetwil «Das ist unser erstes Heft. Wir brauchen noch 80 Paninibilder. Wir haben aber noch bis zum 6. Juni Zeit, um es zu füllen. Wir haben heute schon 14 neue Fussballer an der Tauschbörse bekommen. Wir bleiben noch und machen weiter.»
Noah, 13 Jahre, Geroldswil «Ich bin schon an meinem zweiten Heft diese WM. Ich habe mir zuerst ein Pack mit 100 Paninis gekauft. Dann hat man viele Doppelte und kann sie dann tauschen.»
Luca, 12 Jahre, Geroldswil «Mir fehlen nur noch zwei Fussballer, dann habe ich das Heft voll. Ich brauche die Nummern 216 und 625. Meinen Lieblingsfussballer Marc Bartra bekam ich schon im dritten Päckli.
Asia, 12 Jahre, Geroldswil «Frau Voltzenlogel hat uns Sechstklässler gefragt, ob wir die Tauschbörse organisieren möchten. Dann haben wir alles geplant. Wir sind hier, um sicherzustellen, dass fair getauscht wird.»

Amy, 7 Jahre, Oetwil «Ich selber sammle nicht und habe auch kein eigenes Heft. Mein Bruder sammelt aber. Ich helfe ihm dabei. Meistens sortiere ich die Fussballspieler.»

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Das Tauschen scheint auch Erwachsene anzustecken: «Kürzlich kamen auch drei Mütter vorbei und begannen, auf dem Boden sitzend, Bilder zu tauschen», sagt Voltzenlogel. Ohne die organisatorische Hilfe der Sechstklässler würde die Börse nicht stattfinden: «Sie haben alles organisiert und beaufsichtigen das Geschehen. Ist jemand verhindert, suchen sie sofort nach Ersatz», sagt sie. Als Dank für den Einsatz der baldigen Oberstufenschüler haben sie gestern zusammen Pizza gegessen.