Eurovision Song Contest
«Ich mache weiter, denn ich bin ein Stehaufmännchen»

Dietikon Bernarda Brunovic lässt sich nicht kleinkriegen: Dass sie 2011 nicht am Eurovision Song Contest in Düsseldorf auftreten kann, nimmt sie gelassen und will weiter an ihrer Stimme und der Performance arbeiten.

Jürg Krebs
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Limmattaler Zeitung

Frau Brunovic, für Düsseldorf hat es im Schweizer Wettbewerbsfinale nicht gereicht, hat Ihre Woche trotzdem gut begonnen?

Bernarda Brunovic: Ja, sehr gut sogar. In der Kanti Limmattal haben die Klasse und ich die ersten zwei Stunden meinen Auftritt am Fernsehen feiern dürfen. Zum Anstossen gab es Orangensaft. Fast die ganze Lehrerschaft ist vorbeigekommen, um zu gratulieren, und auch der Rektor. So viele Gratulationen haben mich doch überrascht.

Wie haben Familie, Freunde und Mitschüler auf Ihren Auftritt am Schweizer Fernsehen vom Samstag denn reagiert?

Brunovic: Ich habe viele Glückwunsch-SMS erhalten. Alle waren begeistert und haben mich zum Weitermachen motiviert. Das werde ich auch machen: Ich bin ein Stehaufmännchen. Ich gebe bereits weitere Konzerte: am Donnerstag, Freitag und Samstag trete ich um 20Uhr in der Kirche Bühl in Wiedikon auf. Am kommenden Montag singe ich an einer Gala in Lachen. Es geht also bereits weiter für mich.

Von Enttäuschung keine Spur?

Brunovic: Nein, ich bin nicht unbedingt enttäuscht. Ich nehme die Situation, wie sie ist. Es hat nicht gereicht und das wird seine Gründe haben, auch wenn ich selbst keinen Grund gefunden habe. Ich hatte einen guten Auftritt und bin zufrieden mit mir. Aber ich möchte weiter an mir arbeiten, meine Stimme weiter trainieren und an der Performance arbeiten. Jeder noch so kleine Fort-
schritt bereitet mir Freude. Mein Ziel ist und bleibt es weiterhin, Berufsmusikerin zu werden.

Jemand verglich Ihre Stimme mit jener von Mariah Carey. Was halten Sie von Vergleichen mit dem grossen Star?

Brunovic: Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Ich wurde bislang nicht mit anderen Sängerinnen verglichen. Aber wenn mich Leute so sehen wollen, dann gut. Es motiviert mich, weiter zu lernen.

Und was bleibt vom Abenteuer Eurovision übrig?

Brunovic: Schöne Erinnerungen an das aufregende Erlebnis, die Begeisterung des Publikums und der Fans.