Miss Schweiz
«Ich freue mich, weiterhin das Amt der Miss Zürich auszuführen»

Die Dietikerin Nathalie Raguth (19) über ihr bitteres Ausscheiden Miss-Schweiz-Wahl.

Lorena Sauter
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Nathalie Raguth

Nathalie Raguth

Limmattaler Zeitung

Die Schweiz hat ihre neue Miss: Kerstin Cook (21) aus Luzern stellte alle in den Schatten. Während eines Jahres wird sie als Nachfolgerin von Linda Fäh (22) die Schweiz vertreten. Die Wahl am Samstagabend im Theater 11 in Zürich sorgte aber nicht nur für frohe Gesichter, einige hatten auch mit Tränen zu kämpfen.

So auch die Dietikerin Nathalie Raguth. Leider endete für die 19-Jährige die Show, bevor sie richtig begonnen hatte. Raguth ist bereits vor dem Halbfinale ausgeschieden. Nachdem im direkten Duell mit Konkurrentin Nadine Schüpfer (22) nicht Raguths Foto auf dem Monitor erschien, war sie sichtlich enttäuscht und konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Doch ein Trost bleibt der schönen Brünette: Den Miss-Zürich-Titel darf sie noch eine Weile behalten.

Nathalie Raguth wie geht es Ihnen?

Mir geht es gut. Ich habe den Schock verkraftet und freue mich weiterhin mein Amt der Miss Zürich ausführen zu dürfen.

Sie waren doch ganz schön traurig, als nicht Ihr Bild, sondern das von Nadine Schüpfer auf dem Monitor erschien. Sind die Tränen inzwischen getrocknet?

Ich war sehr traurig, dass ich nicht unter die ersten sechs gekommen bin. Das war ja mein Ziel und ich finde, ich hätte den Einzug ins Halbfinale verdient. Auch die Organisatoren haben mit diesem Entscheid nicht gerechnet. In diesem Moment fielen der ganze Druck und die Anspannung weg, da ist es doch logisch, dass die Tränen kommen.

Beim Bikinidurchgang über den Catwalk haben Sie von der Jury die niedrige Note 6,6 erhalten. Und das, obwohl Sie schon seit vier Jahren als Laufstegmodel arbeiten.

Als ich diese Note gesehen hatte, war ich tatsächlich geschockt. Doch die Jury musste den Walk innert Sekunden beurteilen, das ist eine sehr kurze Zeit, und ich denke dieser Durchgang war mehr Show, als dass es eine Bewertung meiner Leistung war. Ich bin weiterhin von meinem Können überzeugt.

Warum haben Sie nicht gewonnen?

Ganz klar hatte ich den Nachteil, dass ich aus dem grossen Zürich komme. Wohnt man in einem kleinen Dorf, wo man sich untereinander kennt, rufen natürlich alle für dich an.

Haben Sie nach der Show trotzdem gefeiert?

Ja, ein wenig schon. Ich habe mich riesig für meine Freundin Kerstin gefreut, habe ihr die Daumen gedrückt und mit ihr Freudetränen vergossen. Aber ich war extrem müde und freute mich dann, in mein Bett zu fallen.

Würden Sie im Nachhinein etwas anders machen?

Nein. Ich bekam sehr gute Rückmeldungen über meinen Auftritt und meine Ausstrahlung. Ich bin ganz mich selbst geblieben, habe alles gegeben. Demnach würde ich alles wieder gleich machen.

Was nehmen Sie persönlich von der Miss-Schweiz-Wahl mit?

Während der ganzen Vorbereitungszeit habe ich extrem viel gelernt. Früher bin ich immer ein wenig über den Laufsteg gehüpft, dank dem Training konnte ich mir das abgewöhnen. Da ich natürlich weiter modeln werde, bin ich sehr dankbar über all das Gelernte.

Was machen Sie heute?

Heute geniesse ich meinen Freund Panajotis (21). Jetzt habe ich ihn wieder für mich und er mich für sich. Als Erstes gehen wir ausgiebig brunchen.