«Ich freue mich sehr auf meine Wohnung hier im Limmatfeld», sagt Hellery Mitchel, während sie ausser Atem eine grosse Umzugskiste auf den Boden stellt. Glücklich blickt sich die junge Frau in ihrer 90 Quadratmeter grossen Wohnung um. «In Zürich könnte ich mir so eine Wohnung nie im Leben leisten», meint Mitchel und öffnet die Glastüre zu ihrer neuen, grosszügig gehaltenen Terrasse.

Von der Terrasse aus blickt sie auf den neuen Rapidplatz. Auch wenn auf diesem noch diverse Baumaschinen und Container voll Bauschrott stehen, kann man doch schon erahnen, wie das neue Trendquartier von Dietikon dereinst aussehen wird. Mitchel schliesst die Türen zu ihrer Terrasse wieder und meint glücklich: «Ich glaube, hier kann ich mich bald zu Hause fühlen.»

Das Quartier beginnt zu leben

Das Limmatfeld, gelegen zwischen SBB-Gleisen und der Limmat, soll dereinst bis zu 2500 Personen einen Wohnort bieten. Begonnen hatte alles mit dem Baubeginn des Erlenhofs an der Limmatfeldstrasse. Bereits im Oktober 2009 konnten dort die ersten Wohnungen bezogen werden. Mittlerweile wurde mit dem Bau von diversen anderen Wohn- und Gewerbeüberbauungen begonnen. Mit dem Lindenhof und den Westhöfen sind heuer zwei weitere Siedlungen fertig geworden. Das Millionenprojekt nimmt langsam, aber sicher Gestalt an und mit der Eröffnung der ersten Migros-Filiale in den Westhöfen beginnt das Quartier tatsächlich bereits ein wenig zu leben.

Man wird an einen grossen Bienenstock erinnert, blickt man auf die vielen Menschen, die eilig die Treppen der nigelnagelneuen Überbauungen Lindenhof und Westhöfe hoch- und wieder herunterhasten. Überall stehen Transporter und kleine Lastwagen herum, vollgepackt mit den Habseligkeiten ihrer Besitzer. Mit grossen Liften werden die Umzugskartons von aussen direkt auf die Balkone der einzelnen Wohnungen gefahren. Ein Geruch von frisch getrockneter Farbe und neuen Möbeln hängt über dem grossen Stadtplatz und verkündet, auf seine ganz eigene Art, den Beginn von etwas Neuem.

Höhen und Tiefen

«Bei solchen Projekten gibt es immer Höhen und Tiefen», sagt Dominique Muff, Projektleiter der Überbauungen Limmatfeld der Firma Halter. «Sobald aber die ersten Mieter eintreffen, sind alle Schwierigkeiten der vergangenen Bauphase wie weggeblasen», sagt Muff glücklich und blickt auf die Konvois von Fahrzeugen der Zügelunternehmer. Ein bisschen wehmütig sei er aber schon, meint Muff, während er nachdenklich auf seine zwei grossen Kinder blickt, wie er sie nennt.

«Es ist, als ziehe der Sohn von zu Hause aus und müsse sich jetzt in der Welt beweisen», sagt Muff. Danach könne man als Vater, oder in seinem Fall als Projektleiter, nur noch hoffen, alles richtig gemacht zu haben. «Die Wohnungen müssen jetzt den Ansprüchen der Mieter genügen, die sicher mit grossen Erwartungen hierherkommen», so Muff. Er sei aber der festen Überzeugung, dass seine Wohnungen auch dieser Prüfung standhalten werden und das Limmatfeld keine Schlafgemeinde, sondern ein lebendiges Quartier werde.

Wohnung mit Möbeln gekauft

Während Hellery Mitchel noch die letzten ihrer unzähligen vollgepackten Kisten in den dritten Stock der Überbauung Westhöfe hochschleppt, sieht es bei Familie Murciano schon ganz gemütlich aus. Maurizio Murciano und seine Frau haben nämlich gleich die gesamte Musterwohnung der Firma Halter gekauft, sodass alle Möbel bereits vorhanden waren. Nur der Fernseher musste noch angeschlossen werden und der Familienhund braucht ebenfalls noch etwas Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Während im Treppenhaus gestresste Mitarbeiter von diversen Zügelunternehmern hastig vorbeirennen, blicken die Murcianos sich entspannt in ihren neuen vier Wänden um.

«Ich freue mich darauf, wenn endlich alles fertig ist und wir damit beginnen können, uns hier wie zu Hause zu fühlen», sagt Maurizio Murciano und lächelt seine Frau glücklich an.