Eurovision Song Contest
«Ich dachte, dass mich jemand auf den Arm nehmen will»

Dietikon hat einen neuen Star: Bernarda Brunovic ist im Final um die Schweizer Vertretung am Eurovision Song Contest. Uns erzählt sie, wie sie sich dabei fühlt.

Sandro Zimmerli
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Bernarda Brunovic, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie von Ihrem Glück erfahren haben?

Bernarda Brunovic: Zuerst habe ich gar nicht realisiert, um was es überhaupt geht. Ich dachte, da will mich jemand auf den Arm nehmen. Als ich merkte, dass es kein Scherz ist, habe ich mir gesagt: Okay, dann ist es so. Eigentlich bin ich aber ruhig geblieben.

Sie haben also nicht damit gerechnet, dass sie den Final erreichen?

Brunovic: Nein, nicht unbedingt.

Jaybee ist nicht dabei

Nicht ganz gereicht ins Schweizer Eurovisions-Finale hat es dem zweiten Dietiker Bewerber Roger Zeindler alias DJ Jaybee, der sich mit dem Song «Far Away» ins Rennen gestürzt hatte.

Wirklich enttäuscht sei er jedoch nicht, sagte Jaybee, der den Song mit Deshayla aufgenommen hat: «Ich habe viel positives Feedback bekommen und hatte auch viel Support von meinen Fans. Aber das Lied war wohl etwas zu House-lastig.»

Die Jury, die massgeblich an der Auswahl beteiligt gewesen sei, habe wohl etwas anderes gesucht. Schade sei bloss, so Jaybee, dass er seinen Song «Neuanfang» nicht habe anmelden dürfen, da dieser bereits veröffentlicht worden sei.

«Dieser Song wäre prädestiniert dafür gewesen», ist er überzeugt: «Ich bin überzeugt, damit wäre ich weiter gekommen.»

Doch über mangelndes Rampenlicht kann sich Jaybee nicht beklagen: In zwei Wochen tritt er in Ischgl zusammen mit Gossip auf, Mitte Februar steht er mit Kim Wilde auf der Bühne. (bhi)

Wie geht es nun für Sie weiter?

Brunovic: Da bin ich eigentlich noch gar nicht auf dem Laufenden. Ich weiss aber, dass an den beiden Tagen vor der Fernsehsendung Proben stattfinden werden. Wie die Sendung genau aussehen wird, weiss ich aber nicht. Sicher werden alle Kandidaten ihre Songs dort singen.

Werden Sie sich für den Auftritt speziell vorbereiten?

Brunovic: Ich werde natürlich den Song speziell gut einüben. Und dann muss ich mir über das passende Outfit Gedanken machen. Performance und Song sollen gut zusammenpassen.

Haben Sie spezielle Erwartungen an die Fernsehsendung?

Brunovic: Eigentlich habe ich gar keine Erwartungen. Natürlich hoffe ich, dass ich Erfolg haben werde, und dass während des Auftritts keine technischen Probleme auftreten. Dann stelle ich den Anspruch, dass ich alles gut machen werde.

Was wäre, wenn Sie es tatsächlich schaffen würden und die Schweiz in Deutschland vertreten könnten?

Brunovic: Daran habe ich noch keinen Gedanken verschwendet. Zuerst trete ich im Final in der Schweiz auf. Dann schauen wir weiter. Es ist sowieso nicht gut, wenn man zu viel plant. Oft kommt es anders als erwartet.

Wissen Sie schon, ob Ihre Familie Sie an den Live-Auftritt begleiten wird?

Brunovic: Nein, das weiss ich noch nicht. Das müssen wir zuerst koordinieren. Ich denke, dass ich von meiner Schwester oder von meinem Vater an die TV-Sendung begleitet werde.

Und wie sieht es mit Ihren Schulkollegen aus?

Brunovic: Ich glaube, die wissen noch gar nicht, dass ich im Final bin. Es hat jedenfalls noch niemand eine entsprechende Bemerkung gemacht.