Zur Erinnerung: Ausgelöst hatte die Debatte ein Rehriss durch einen unbeaufsichtigten Hund. Darauf erklärte der Urdorfer Hundetrainer Werner Germann Anfang dieser Woche, wie Hunde vom Jagen abgebracht werden könnten (Limmattaler Zeitung vom 20. Februar). Auf der Redaktion gingen tags darauf mehrere E-Mails entrüsteter Leser ein, der Journalist und Hundetrainer Roman Huber sprach von verwerflichen und veralteten Methoden (Ausgabe vom 22. Februar).

Nun nimmt Germann zu den Vorwürfen Stellung. Im Artikel der Limmattaler Zeitung sieht Germann seine Methoden falsch dargestellt. Er sagt: «Der Aufbau des Welpen und des Junghundes erfolgt sicher nicht durch den Ruck an der Leine, sondern durch Abrufen und Abbremsen. Ohne Ruck, aber mithilfe der Leine und anschliessender Belohnung durch den Hundeführer.» Dabei setze er auf das Zusammenwirken von Positiv- und Negativerfahrungen.

«Keine rohe Gewalt oder Schläge»

Der Hundetrainer distanziert sich von Trainingsmethoden, die «über Schmerz und Schock funktionieren». Mit diesem Wortlaut hatte Huber Germanns Methoden als tierschutzrelevant dargestellt. Negativerfahrungen bestünden in der Hundeschule Limmattal nicht in roher Gewalt oder gar Schlägen, versichert Germann. Für die Korrektur von Fehlverhalten bei erwachsenen Hunden bedürfe es aber einer intensiveren Einwirkung. Germann hierzu: «Extremes Training bezieht sich nicht auf den Umgang mit dem Hund, sondern die Anforderung an den Hundeführer.» Bei Verhaltenskorrekturen müsse der Hundeführer der Umgebung und den Signalen des Hundes erhöhte Aufmerksamkeit schenken, um gezielt auf das Fehlverhalten einwirken zu können und um richtiges Verhalten zu bestätigen.

«Niemals Hunde misshandelt»

Germann stellt klar: «Seit 22 Jahren betreiben wir die Hundeschule Limmattal und niemals wurden bei uns Hunde misshandelt. Die vielen Hundehalter, die unsere Hundeschule in all den Jahren besucht haben, können das sicher bestätigen.»