Vor dem Tor zur ehemaligen Bäuerinnenschule im Kloster Fahr hat sich eine lange Schlange von Menschen gebildet. Sie alle wartete ungeduldig, bis der Flohmarkt eröffnet wird. Schwester Beatrice kümmert sich beim Eingang um Pflanzen und Töpfe, während Schwester Martina im Foyer der Schule über den riesigen Ansturm staunt.

Fast sintflutartig ergiesst sich der Menschenstrom dann über die Räume und Gänge. Vom Betstuhl über Pulte, Stühle, Truhen, Körbe, Lampen, Besteck, Teller, Gläser, Vasen bis zu Kruzifixen, Schreibmaschinen und Kristalle ist fast alles, was das Herz begehrt im Angebot.

Überall Grossandrang

In einzelnen Räumen gibt es an diesem Samstag zeitweise fast kein Durchkommen mehr. Man trampt sich beinahe auf den Füssen herum. Die Kassierer haben alle Hände voll zu tun. An der Hauptkasse sitzt Josef Koller aus Urdorf.

Er schätzt, dass insgesamt zwischen 1500 bis 2000 Leute den Flohmarkt besuchten. Priorin Irene Gassmann ist sehr zufrieden: «Der Flohmarkt ist ein Höhepunkt und das Resultat einer langen Vorbereitung.»

Denn seit dem Februar seien sie am Räumen, Zusammentragen und Krampfen, sagt Irene Gassmann: Man haben alle Estriche des Klosters Restaurants, sämtliche Keller und die Bäuerinnenschule radikal geräumt.

«Dies wäre ohne die wertvolle Arbeit des Vereins pro Kloster Fahr und die vielen Jugendlichen gar nicht zu bewältigen gewesen.» Auch auf das Organisationskomitee habe sie sich verlassen können: «Da kann ich nur sagen, Freude herrscht.» Eingenommen wurden an diesem Tag rund 30 000 Franken.