«Dennis!», «Alina!», «Valeria!», schreien aufgeregte Kinder in der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher. Es sind die kleinen Besucher, die ihre Freundinnen und Freunden rufen, damit sie den neuen Spielplatz auch begutachten und bestaunen. Die Eltern sind ebenfalls neugierig.

«Ich habe es mir grösser vorgestellt», sagt eine Mutter, die ebenfalls über den Zaun guckt. «Aber schön ist es geworden», sagt eine andere. Das im Jahr 2009 gebaute Holzschiff wurde morsch. Es wich nun dem neuen hölzernen Turm mit Rohrrutsche, Kletterwand und Sprungmatte. Die neuen Geräten sollen mindestens zehn Jahre Bestand haben.

Auf dem neuen Spielplatz, der speziell für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren konzipiert wurde, sind verschiedene Schaukeln zu finden.

Das Projekt wurde mit 70 000 Franken von den Steuerzahlern finanziert und von der Arbeitsstätte Murimoos in Muri hergestellt. Diese setzte die Vorstellungen vom Chrüzacher-Team innerhalb von einem Monat um.

Auf der Anlage entspannt sich die Stimmung trotz der Anwesenheit von über 200 Vätern, Müttern, Grossmüttern und Sprösslingen. Bis plötzlich ein Schrei die Aufmerksamkeit auf die Neuankömmlinge lenkt: «Der Samichlaus ist da!» Alle Kinder rennen zu ihm, alle wollen ihn begrüssen. Die zwei Schmutzlis wurden trotz Esel an der Leine fast vollkommen ignoriert. Die Truppe ist da, um den neuen Spielplatz einzuweihen.

Eine Geschichte statt Mandarinen

Anders als sonst hat der Samichlaus keine Nüsse und Mandarine in der Tüte, sondern bringt eine besondere Geschichte mit. Er erzählt von den alten Chrüzi-Spielgeräten, die abgenutzt waren und entfernt wurden. Doch da ihm und der Eselstute Sassa das schwarze Loch in der Anlage nicht gefallen hätte, konzipierte er gemeinsam mit vielen Tieren einen neuen Spielplatz. Die neuen Spielgeräte seien ein Geschenk an die Kinder.

Diese freuen sich sehr darüber. Kaum löst der Samichlaus den Knoten des roten Bandes, stürmen sie auf den Platz. Es ist ein regelrechter Andrang. Selbst Michaela Tobler, Leiterin der Freizeitanlage, zeigt sich überrascht: «Wir rechneten mit 100 Personen, aber nicht mehr», sagt sie.

Der Grossandrang hatte auch eine Kehrseite: Die geplante Einweihung mit den Eseln musste aufgehoben werden, da die Tiere angesichts der Menschenmasse in Panik gerieten.
Der Samichlaus nahm sich noch Zeit, auf Wunsch einige Fotos von sich mit den Kindern schiessen zu lassen. Dabei waren es fast immer die Eltern, die sich ein Bild von ihren Sprösslingen mit dem guten alten Mann wünschen. Oft weigerte sich aber das Kind, mitzumachen – die Erwachsenen wollen es dann trotzdem nochmals probieren, als Folge weinen die Kinder. Auch das gehört zur Chlauszeit.