Weiningen
Hunde-Aktivisten knacken die 114000-Euro-Grenze

Zihlmanns sind ihrem Ziel eines Mega-Hundeheims in Rumänien einen Schritt näher gekommen.

Alex Rudolf
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Auszeichnung der Zihlmanns aus Weiningen für den Schutz von Strassenhunden in Rumänien
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Grosse Ehre - der gheorghenische Bürgermeister zeichnet die beiden Weininger für ihre Leistungen zum Schutz von Strassenhunden aus.
Dass man ihre Arbeit in Gheorgheni so stark wahrnehme, sei eine grosse Ehre, so Zihlmann.
Der neuste Coup - bisher kamen rund 25000 Franken zusammen, mit denen Hundehütten für den kalten Winter gekauft werden konnten.
Diese sind mit dem Signet von Starromania versehen.
Beim letzten Besuch diesen Winter besuchten die Zihlmanns verschiedene Tierheime, die sie unterstützen.
Es gebe noch viel zu tun, so Silvia Zihlmann.
Auch die Ausstattung zur Durchführung von Kastrationen wurden von Starromania finanziert.
Weiterbildungen sollen den dortigen Ärzten das notwendige Know-How zu Kastrationen vermitteln.
Auch das mediale Interesse in Rumänien ist gross.

Auszeichnung der Zihlmanns aus Weiningen für den Schutz von Strassenhunden in Rumänien

Alex Spichale

Gestern war es so weit: Die beiden Weininger Hunde-Aktivisten Josef und Silvia Zihlmann haben bei ihrem Crowdfunding die 114'000 Euro-Grenze geknackt. Mit dem gesammelten Geld soll in Rumänien ein grosses Hundeheim aufgebaut werden. Hätten Zihlmanns den Betrag von 114'000 Euro nicht erreicht, wäre das einbezahlte Geld an die Spender rückerstattet worden und der Traum vom Hundeheim wäre geplatzt. «Wir sind sehr überrascht, dass ein solch grosser Geldbetrag zusammengekommen ist», sagt Silvia Zihlmann. Josef Zihlmann fügt an, dass bei derart vielen Spenden auch die Erwartungen der Leute riesig seien.

Erst Mitte Dezember lancierten die beiden gemeinsam mit der deutschen Tierschützerin Jasmin Ellger und dem rumänischen Tierrechtler Claudiu Dumitriu auf der Crowdfunding-Plattform «Startnext» ihre Sammelaktion. Mit dem Geld wollen sie in der Nähe der rumänischen Hauptstadt Bukarest ein leerstehendes Hundeheim unter dem Namen «Dog Town» wieder eröffnen. Darin sollen rund 3000 Strassenhunde untergebracht und anschliessend vermittelt werden. Darüber hinaus sollen hunderte Hunde medizinisch versorgt werden.

Doch die erreichten 114'000 Franken sind erst die erste Hürde: Noch bis zum 31. Januar bleibt den Zihlmanns Zeit, ihr Spendenziel von 167'000 Euro zu erreichen. Mit dem Erreichen der ersten Geldhürde von 114'000 Euro ist aber schon viel gelungen. Mit diesem Geld können sie die nötigsten Reparaturen wie auch die ersten drei Monatsmieten bezahlen. Schaffen sie es, 167'000 Euro zu sammeln, können sie das ganze Areal betriebsbereit machen und Personal rekrutieren. «Wir hoffen, dass wir den Betrag 167'000 Euro auch noch erreichen», so Silvia Zihlmann.

940 Unterstützer im Rücken

Der Plan der Zihlmanns ist nicht, dass sie sich mit der von ihnen gegründeten Organisation «Starromania» selber um die Tiere kümmern. Stattdessen wollen sie mit Verwaltern und mindestens sechs Partnerorganisationen zusammenarbeiten. Diese sollen sich dereinst im «Dog Town» einmieten. Als Fernziel formulierten die Zihlmanns den Kauf der gesamten Anlage. Das ehemalige Hundeheim umfasst sechs Hallen, eine grosse Kleintierklinik, sechs Wohnungen und ein Verwaltungsgebäude. Es erstreckt sich über mehrere Hektaren. Bereits jetzt würden sich Zihlmanns mit Fragen auseinandersetzen, die sich ihnen eigentlich erst am 31. Januar stellen: «Wir sind bereits im Gespräch mit verschiedenen Organisationen und Tierärzten in Rumänien, die – falls die ganzen Spendengelder zusammenkommen – bereit zur Mitarbeit wären», sagt Silvia Zihlmann. Aber auch kleinere Aufgaben wie etwa der Transport der Hunde gehen ihr bereits heute – knapp zwei Wochen vor Ende der Aktion – nicht mehr aus dem Kopf. Nach Stand von gestern Abend fanden Zihlmanns 940 Unterstützer. Bei rund 114 000 Euro ergibt dies eine durchschnittliche Spende von knapp 120 Franken pro Person. Mit ihrer Organisation «Starromania» setzt sich das Ehepaar für den Schutz und die Betreuung von rumänischen Strassenhunden ein.

Weitere Informationen zum Crowdfunding finden Sie hier.