Dietikon
Hudi-Ball: Wo sich Mönche und Elfen gute Nacht sagen

Unter dem Motto «Schiff Ahoi!» organisierten die Guggi-Häxe Dietikon gemeinsam mit den Luschtigen Dietikern am Samstag bereits zum 8. Mal den Hudi-Ball. Es trafen sich Piraten und allerlei Kostümierte, um die Nacht durchzutanzen.

Sandra Ardizzone
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Sandra Ardizzone

Etwas einsam und verloren steht sie in einer Ecke, die Etap 22i. Ihr feurigroter Streifen geht im Farbengewimmel um sie herum fast unter. Das Boot, das gewöhnlicherweise wohl auf dem Neuenburgersee herumschippert, wirkt in der Stadthalle Dietikon allerdings nicht fehl am Platz. Im Gegenteil: Unter Matrosen, selbst gebastelten Schiffen und mit Seesternen gefüllten Fischernetzen ist das Segelboot in bester Gesellschaft. Unter dem Motto «Schiff Ahoi!» organisierten die Guggi-Häxe Dietikon gemeinsam mit den Luschtigen Dietikern am Samstag bereits zum achten Mal den Hudi-Ball. «Wir Dietiker sind mit unserer Fasnacht sehr früh dran», erklärt Nicole Florian vom Organisationskomitee, «aber dass die Fasnacht am letzten Januarwochenende stattfindet, hat halt Tradition.» Neben der ebenfalls traditionellen Maskenprämierung konnte dieses Jahr erstmals auch jeder verkleidete Gast einen Preis gewinnen. An der Hudle-Verlosung entschied das Los, wer in ein Wellness-Wochenende ins Südtirol fahren durfte.

Nach dem Kinderumzug samt Kinderfasnachtsparty am Nachmittag, an der über 1000 Kinder mitfeierten, wirkt die Halle beim Hudle-Ball schon fast etwas leer. Rund 300 Gäste schwanken, tanzen und wippen zur Musik des Seestern-Quintetts oder zu teilweise kakofonen Klängen der Guggenmusiken. Obwohl die Besucherzahl dem Schnitt der letzten Jahre entspricht, sähen es sowohl Florian als auch OK-Präsident Pius Baggenstos gerne, wenn mehr Fasnächtler den Weg in die Stadthalle fänden: «Es würde mehr Gäste vertragen. Die Stimmung ist zwar schon toll, würde aber mit mehr Leuten nur noch besser.» Den Ball wollen sie deshalb auch unbedingt wieder durchführen.

Bis in die frühen Morgenstunden

Die unzähligen Piraten, Indianer, Mönche und Hippies wird es freuen: Gemeinsam mit dem Elf Link aus dem Computerspiel Zelda, mit Überlebenden Wasserratten aus der Titanic und mit eingewanderten Aargauer Einheizern feierten sie ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden. Für das OK war der Abend trotz weniger Gäste ein voller Erfolg.