Maturfeier Kantonsschule Limmattal
«Hört auf keinen Fall auf eure Eltern»: Maturanden feiern ihren Gymi-Abschluss

Feierlich wurden die Maturanden der Kantonsschule Limmattal verabschiedet.

Zoé Iten
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Zur Begrüssung gab es drei Songs. Die sechsten Klassen hiessen so die Gäste zu ihrer Maturitätsfeier willkommen.

Zur Begrüssung gab es drei Songs. Die sechsten Klassen hiessen so die Gäste zu ihrer Maturitätsfeier willkommen.

Zoé Iten

Mit lautem Stimmengewirr wurde man beim Eintreten in die Mehrzweckhalle Spitzacker Urdorf empfangen. Die sechsten Klassen feierten sich am Donnerstagabend selbst: Die Maturfeier stand auf dem Programm. Die jungen Frauen in wallenden Roben, die Männer in sportlichen Anzügen, traten sie, eine nach dem anderen, in den feierlich hergerichteten Saal.

Dort herrschte eine Mischung aus Nervosität, Erleichterung und Fröhlichkeit. Nach wochenlangem Büffeln und bestimmt auch der einen oder anderen Panikattacke vor einer Prüfung konnten die Jugendlichen gestern endlich ein Loblied anstimmen. Und das wurde durchaus auch wörtlich aufgefasst.

Schülerin Fiona Turner-Hehlen hatte eigens für diesen Anlass ein Lied komponiert, in dem sie die vergangenen sechs Jahre Revue geschehen lässt. Auch Rektor Werner de Luca blickte zurück und zeigte sich sichtlich stolz über die erbrachten Leistungen der Mature und Maturi, wie er seine Schüler allesamt nennt.

Als Redner des Abends war der Schriftsteller Thomas Meyer eingeladen worden. Gleich zu Beginn riet er den jungen Erwachsenen im Saal: «Hört auf keinen Fall auf eure Eltern.» Er wisse zwar, das Eltern stets das Beste für ihre Kinder wollten. Aber es sei wichtig, dass man nicht den sicheren, sondern den eigenen Weg gehe, sagte er.

Eine Vielzahl der Schulabgänger sind der gleichen Ansicht und wollen sich zuerst einmal eine Pause gönnen. Viele sprachen von einem Zwischenjahr, in dem sie auf Reisen gehen möchten oder ein Praktikum absolvieren. Andere wissen schon sehr viel genauer, wie es jetzt weitergehen soll.

Meyer entliess die Maturanden mit einem letzten Rat: «Tu, was dich glücklich macht», sagte er. Das sei letztlich alles, was zähle.

Isabelle Wyder (18), Affoltern am Albis (li.) und Anja Wigger (19), Dietikon Isabelle Wyder: «Am Freitag mache ich die Aufnahmeprüfung für mein Medizinstudium. Hoffentlich klappt alles.» Anja Wigger: «Vorerst arbeite ich bei der Swiss im Check-in und gehe danach auf Paraguay für eine Charity-Organisation.»
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Jorge Gonçalves (19), Schlieren «Ich habe mich bis jetzt noch nicht entschieden, wie es weitergehen soll. Auf alle Fälle gibt es jetzt zuerst einmal ein Zwischenjahr für mich.»
Lioba Wachter (18), Affoltern am Albis «Ich werde ein Zwischenjahr einlegen und mich ein wenig treiben lassen. Und daneben würde ich gerne etwas umherreisen.»
Selina Garcia (18), Geroldswil «Bald steht eine Reise in den Norden von Europa an. Darauf freue ich mich schon sehr. Und im nächsten Jahr steht eine weitere Reise an. Dieses Mal eine etwas Grössere. Ich gehe nach Costa Rica.»
Annina Hämmer (18), Geroldswil «Im September beginne ich mit dem Studium. Meine Entscheidung ist auf den Maschinenbau gefallen. Ich stelle es mir als ein spannendes Fach vor. Das war der Grund für diese Wahl.»

Isabelle Wyder (18), Affoltern am Albis (li.) und Anja Wigger (19), Dietikon Isabelle Wyder: «Am Freitag mache ich die Aufnahmeprüfung für mein Medizinstudium. Hoffentlich klappt alles.» Anja Wigger: «Vorerst arbeite ich bei der Swiss im Check-in und gehe danach auf Paraguay für eine Charity-Organisation.»

Zoé Iten