Uitikon
Holz und Beton: So soll der Werkhof aussehen

Für knapp 4,4 Millionen Franken will die Gemeinde nach rund zehnjähriger Planungsarbeit einen neuen Werkhof beim Schlössli bauen.

Alex Rudolf
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So könnte sich der 4,4-Millionen-Bau dereinst präsentieren
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Auf dem Stück Land unten links soll das Gebäude erstellt werden
Werkhof Uitikon
Das Silo soll den eingeschossigen Bau überragen
Gleich neben dem Schlössli, wo das Massnahmenzentrum Uitikon beheimatet ist, soll der Werkhof erstellt werden

So könnte sich der 4,4-Millionen-Bau dereinst präsentieren

ZVG

Ein jahrelanger Kampf um einen neuen Werkhof steht kurz vor dem Ende. An der kommenden Gemeindeversammlung wird das Bauprojekt vorberaten und bereinigt, im nächsten Februar können die Uitikerinnen und Uitiker an der Urne über den 4,4-Millionen-Kredit befinden.

Dass die Gemeinde einen neuen Werkhof braucht, liegt bereits seit spätestens 2009 auf der Hand. Damals sprach die Gemeindeversammlung einen Planungskredit für den Bau. Der heutige Werkhof wurde 1978 erbaut, als die Gemeinde noch lediglich 2600 Einwohner hatte. Er befindet sich im Untergeschoss des Üdiker-Huuses mitten im Dorfzentrum.

Heute herrsche im Werkhofgebäude grosser Platzmangel, da parallel zum Bevölkerungswachstum – über 4000 Menschen leben aktuell in Uitikon – auch mehr Gerätschaften und Fahrzeuge angeschafft sowie Personal eingestellt wurde, wie es in der kürzlich erschienenen Weisung zur Gemeindeversammlung vom 22. November heisst. Zudem würden die technischen Einrichtungen nicht mehr den heutigen Standards entsprechen und auch der Standort wurde zum Problem. Dies, weil gleich wenige Meter entfernt die Genossenschaft im Spilhöfler Alters- und Pflegewohnungen errichtet hatte. «Die Lärmemissionen des Werkbetriebs passen nicht zu dieser Überbauung», schreibt der Gemeinderat.

Frist läuft über 70 Jahre

Nachdem die Gemeindeversammlung 2009 den Planungskredit gesprochen hatte, fasste die Gemeinde einen Standort unterhalb des Massnahmenzentrums Uitikon (MZU) ins Auge. Kanton und Gemeinde hatten jedoch unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Mietkonditionen für das rund 1800 Quadratmeter grosse Stück Land direkt an der Zürcherstrasse.

Im Mai vor einem Jahr wurde jedoch bekannt, dass sich die Parteien geeinigt hatten. Die Baurechtsfrist laufe nun über 70 Jahre anstelle der anfänglich vom Kanton angebotenen 25. Auch beim Baurechtszins kam der Kanton der Gemeinde entgegen: Anstelle von 50 000 Franken jährlich sollen es nun nur noch 12 000 Franken sein.

Nach der Vorberatung befindet das Stimmvolk am 12. Februar über den 4,4-Millionen-Kreditantrag. Sagen die Uitiker Ja, erfolgt bereits Ende Februar 2017 die Baueingabe und im Anschluss die Ausschreibung sowie die Offerteneinholung, wie es in der Weisung heisst. Die Bauarbeiten könnten bereits im darauffolgenden Juni beginnen und im Sommer 2018 soll die Einweihung gefeiert werden.

Aus architektonischer Sicht bilde das neue Werkgebäude den Abschluss der Anlage auf dem Schlosshügel und sei als öffentliches Gebäude trotzdem gut sichtbar und erschlossen. Mehrheitlich sei das Gebäude eingeschossig, einzig das Salzsilo werde andere Gebäudeteile überragen. Der Sockelbau besteht aus Beton, die Aussenwände sollen aus Holz gefertigt werden.

Auch diese Geschäfte werden am 22. November behandelt

Für das kommende Jahr erwartet die politische Gemeinde Uitikon ein leichtes Plus von 600 000 Franken. Dies bei einem Aufwand von 37,2 Millionen. Somit soll sich das Eigenkapital Ende 2017 auf 33 Millionen Franken erhöhen. Weiter rechnet die Gemeinde mit Nettoinvestitionen von 7,2 Millionen, die mehrheitlich durch Fremdfinanzierung gestemmt werden sollen.

Die Schulgemeinde verzeichnet bei einem Gesamtaufwand von gut 16,5 Millionen Franken ein leichtes Plus von 33 000 Franken. An beiden Steuerfüssen soll sich nichts ändern: Er bleibt auch im kommenden Jahr auf seinem bisherigen Niveau von 40 Prozent (Gemeinde) und 43 Prozent (Schule).

Die Schule wie auch die politische Gemeinde haben gemeinsam einen Beitrag von 14 Millionen an den Finanzausgleich zu entrichten. An beiden Versammlungen wird zudem die Initiative von Ulrich Gysel vorberaten. Er verlangt die Abschaffung der Stillen Wahl bei Erneuerungswahlen. Am 12. Februar 2017 wird das Uitiker Stimmvolk darüber befinden.