Weiningen

Hohe Ausgaben prägen das Budget von Weiningen 2013

Hinter dem Gemeindehaus ist eine Tiefgarage geplant.

Hinter dem Gemeindehaus ist eine Tiefgarage geplant.

Der Gemeinderat plant für 2013 grosse Investitionen und Abschreibungen. Gleichzeitig sind auch die Kosten bei der sozialen Wohlfahrt stark angestiegen. Das führt zu einem grossen Verlust.

Auf rund 1,5 Millionen Franken veranschlagt der Gemeinderat Weiningen den Aufwandüberschuss für 2013. Als Grund nennt er die zusätzlichen Abschreibungen von einer Million Franken sowie den höheren Personalaufwand infolge der Sanierungskostenbeteiligung an die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich. «Bei der Gesamtübersicht des Budgets muss aber auch festgehalten werden, dass die Kosten der sozialen Wohlfahrt gegenüber den Vorjahren erneut stark angestiegen sind», schreibt der Gemeinderat im Weisungsbüchlein zur Gemeindeversammlung. Diese findet am 5. Dezember statt.

Keine Änderung des Steuerfusses

Laut Gemeinderat liegt die aktuelle Anzahl der geführten Fälle bei der Krankenversicherung bei 59. Dies bedeute, dass es zwei Klienten mehr als im letzten Jahr sind. Somit würden die Aufwendungen bei 840 000 Franken liegen. Für die Ergänzungsleistungen und Beihilfen zur AHV und IV werde prognostiziert, dass in Zukunft mit einer zunehmenden Anzahl zu rechnen sei. Zurzeit würden von der Gemeinde 128 Klienten unterstützt. 2011 seien es deren 120 gewesen. «In den kommenden Jahren ist mit einer markanten Erhöhung der zu erbringenden Leistungen zu rechnen», schreibt der Gemeinderat. Für das Jahr 2013 müsse mit Ausgaben von 2,2 Millionen Franken gerechnet werden.

Aufgrund der zu erwartenden ausserordentlichen Steuereinnahmen budgetiert der Gemeinderat auf der Ertragsseite mit einem 100-Prozent-Steuerertrag von 11,5 Millionen Franken. Im Vorjahr waren 10,2 Millionen Franken veranschlagt. Der Steuerfuss soll bei 82 Prozent belassen werden.

Provisorium für Primarschulhaus

Die Investitionsrechnung im Verwaltungsvermögen weist Nettoinvestitionen von über 2,9 Millionen Franken aus. Im Voranschlag 2012 waren es knapp 2,3 Millionen Franken. Davon werden 300 000 Franken für die Planungsarbeiten an der Tiefgarage Unterdorf sowie dem Gemeindehaus eingesetzt. «Wegen des akuten Platzmangels im Schulhaus Schlüechti wird im Budget für ein Provisorium von 500 000 Franken eingerechnet», so der Gemeinderat.

Für die Aufstockung des Kindergartens Föhrewäldli sowie Küchensanierungen in den Kindergärten seien 460 000 Franken veranschlagt worden. Der Umbau des Grundwasserpumpwerkes «Schanzen» der Gruppenwasserversorgung Geroldswil-Oetwil-Weiningen beläuft sich auf rund 870 000 Franken, der Anteil der Gemeinde Weiningen auf rund 350 000 Franken.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1