Dietikon

Höchste Sozialhilfequote im Kanton: Stadtrat soll handeln

Der Dietiker Stadtrat soll die unbefriedigend hohe Soziahilfequote erklären.

Der Dietiker Stadtrat soll die unbefriedigend hohe Soziahilfequote erklären.

Die Sozialhilfequote, die den Anteil der Sozialhilfeempfänger an der gesamten Bevölkerung ausweist, liegt in der Stadt Dietikon bei 7,1 Prozent. Dass Dietikon damit den Spitzenplatz belegt, stört FDP-Gemeinderat Werner Hogg.

Auf Platz zwei folgt Opfikon mit 6,5 Prozent, auf Platz 3 die Stadt Zürich mit 4,9 Prozent. In einer Interpellation bittet Werner Hogg den Stadtrat zu erklären, wie diese «unbefriedigende» Position zustande kam. Zudem soll der Stadtrat darlegen, was er unternehmen werde, um die Quote «auf die Höhe von Vergleichsgemeinden» zu bringen.

180 Seiten Daten

Hogg weist zudem auf den Sozialbericht 2011 des Kantons Zürich hin, der im vergangenen Dezember publiziert wurde. In diesem 180 Seiten schweren Dokument werden Aussagen zu den wirtschaftlichen und soziodemografischen Rahmenbedingungen oder zum Leistungssystem und dessen Beanspruchung gemacht. Dazu gehören Zusatzleistungen zur AHV und IV, Alimentenbevorschussung, Kleinkinderbetreuungsbeiträge, Sozialhilfe und Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich.

Welche Massnahmen sind geplant?

Wie der FDP-Gemeinderat schreibt, gehe der Detaillierungsgrad der Daten aber nur bis auf Stufe Bezirk oder Gemeindengrössenklassen. Dietikon zählt dabei zusammen mit Dübendorf, Uster, Wädenswil und Wetzikon in die Kategorie mit 20 000 bis 49 999 Einwohnerinnen und Einwohnern. Hogg will nun vom Stadtrat wissen, ob dieser im Besitz der Auswertungsergebnisse für die Stadt Dietikon sei. Zudem soll der Stadtrat darlegen, welche Analysen und Vergleiche er vorgenommen habe und welche Erkenntnisse er daraus gewonnen habe. Zudem soll er erklären, welche Massnamen er eingeleitet oder noch geplant habe. (bhi)

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