Dietikon
Hochzeiten am 12.12.2012: Eine Schnapszahl gegen das Vergessen

Die az Limmattaler Zeitung traf zwei von 13 Paaren, die sich am 12.12. in der Stadt vermählten. Die Gründe für die Wahl dieses Termins sind vielfältig.

Florian Niedermann
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Hochzeitspaare in Dietikon am 12.12.12
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Das Paar entschied sich zur Heirat, weil Ivana schwanger wurde.
Die Hochzeitsgesellschaft von Reto Domenig und Monica Marcarino wartet auf das Paar im Foyer des Stadthauses Dietikon.
Reto Domenig und Monica Marcarino treffen sich vor dem Aufstieg in den zweiten Stock, wo sich das Standesamt befindet.
Die Hochzeitsgesellschaft posiert mit dem Paar ein letztes Mal, bevor es sich vermählt.
Nach der Trauung; Das Ehepaar Domenig mit ihren beiden Trauzeugen.

Hochzeitspaare in Dietikon am 12.12.12

Florian Niedermann

Die Sonne scheint mit Ihnen zu strahlen. Ivan und Ivana Momcilovic stehen vor dem Hotel Krone in Dietikon, wo sie sich in wenigen Minuten standesamtlich trauen lassen. Das pure Glück spricht aus ihren Gesichtern. Eigentlich hätten sie nicht vorgehabt, zu heiraten, sagt Ivan: «Schliesslich leben wir seit sechs Jahren zusammen und tragen schon seit Geburt den gleichen Nachnamen.»

Zur Heirat entschieden hätten sie sich erst, als sie schwanger geworden sei, sagt Ivana und streicht sich dabei über ihren Kugelbauch. «Ich bin im achten Monat – von daher wäre ein früheres Datum für die Trauung besser gewesen.» Dennoch habe sie den Termin auf diesen Tag festgelegt, sagt Ivan und schmunzelt: «Wohl auch, weil ich ihn sicher nie vergessen werde.»

Ivan und Ivana Momcilovic sind eines von 13 Paaren, dass sich an diesem 12. 12. 2012 in Dietikon das Jawort gibt.. Seit September sind alle Termine des Zivilstandsamts ausgebucht.

Auch im Stadthaus herrscht Hochbetrieb. Eine Hochzeitsgesellschaft wartet ungeduldig auf das Eintreffen von Braut und Bräutigam. Endlich: Wenige Minuten vor dem Trauungstermin treffen die in Dietikon wohnhaften Reto Domenig und Monica Marcarini ein.

Die beiden haben bereits Kinder aus früheren Beziehungen und leben seit fünf Jahren zusammen. Sie habe immer nein gesagt, als er um ihre Hand angehalten habe, sagt Monica lachend.«Ich fand, dass wir eigentlich nicht heiraten müssten. Er sei deshalb sehr überrascht gewesen, als sie ihn eines Morgens um 2 Uhr geweckt habe und ihn fragte, ob er sie heiraten möchte, sagt Reto. Ihr Umdenken habe vor allem romantische Gründe gehabt, erklärt Monica.

Dass sich die Zwei für die Schnapszahl als Trauungsdatum entschieden haben, liegt an ihren Geburtsdaten. «Monica hat am 12. September Geburtstag, und meiner ist am 12. Februar.» Deshalb habe sich dieser Termin angeboten.

Nach der Trauung kehrt die heitere Gesellschaft ins Foyer zurück. «Jetzt gehen wir zu uns nach Hause zum Apéro», erklärt Monica. Am Samstag folge dann die kirchliche Heirat in der Zürcher Wasserkirche.