Schlieren

Hitzeanfällige Lifte sollen ersetzt werden

Bei grosser Hitze wird der Lift seit vergangenem Sommer ausser Betrieb genommen.

Bei grosser Hitze wird der Lift seit vergangenem Sommer ausser Betrieb genommen.

Die Lifte vom Bahnhof Schlieren zur Engstringerbrücke streikten mehrmals bei hohen Temperaturen. Nun schreitet der Stadtrat ein.

In den letzten zwölf Monaten fiel einer der beiden Lifte zwischen dem Bahnhofsperron und der Bushaltestelle auf der Engstringerbrücke in Schlieren 20 Mal während mindestens einer Stunde aus. Der zweite Lift streikte in dem Zeitraum 19 Mal. Werkvorstand Andreas Kriesi (GLP) sagt auf Anfrage: «Zugenommen haben technische Störungen, weil die Lifte stark beansprucht werden und in die Jahre gekommen sind.» Die Anlagen wurden vor 15 Jahren vom Kanton im Rahmen des Engstringerbrücke-Neubaus erstellt und an die Stadt übergeben.

Berühmt und berüchtigt wurden die Lifte aber nicht wegen technischer Abnutzungserscheinungen, sondern viel mehr wegen ihrer Hitzeempfindlichkeit. Erstmals sorgten sie 2011 für Aufsehen. Damals blieben sechs Seniorinnen und Senioren während einer halben Stunde stecken – ohne ausreichende Luftzufuhr oder Sonnenschutz. Der Grund dafür war Überhitzung. Die Anlagen seien für Temperaturen zwischen minus 18 und 40 Grad ausgelegt, teilte die Stadt später mit. An sonnigen Tagen mit einer Temperatur von mehr als 28 Grad erhitzt sich der Liftschacht derart stark, dass die Stadt im vergangenen Sommer entschied, die Anlagen bei grosser Hitze ausser Betrieb zu nehmen. Es wurde befürchtet, dass sonst wieder Personen von Liftservice und Feuerwehr aus der Anlage hätten befreit werden müssen.

Auch im Gemeindeparlament gaben die Lifte jüngst zu reden, als sich John Daniels (FDP) nach dem Stand der Dinge erkundigte. Bereits 2014 fragte der Grüne Gemeinderat Dominik Ritzmann den Stadtrat um eine Erklärung für die regelmässigen Liftausfälle.

300000 Franken für Liftersatz budgetiert

Aufgrund von klimatischen Bedingungen, also zu hohen Temperaturen, würden die Lifte nur ein- oder zweimal jährlich ausfallen, stellt Kriesi klar. Dennoch: Bisherige Abklärungen hätten ergeben, dass nur der vollständige Ersatz der Anlagen eine Verbesserung bringen würde. «Die detaillierten Abklärungen laufen jedoch noch immer und werden voraussichtlich im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden können.»

Egal zu welchem Ergebnis diese Abklärungen kommen, der Stadtrat sieht Handlungsbedarf. Er budgetierte knapp 300000 Franken für den Ersatz. «Nimmt das Gemeindeparlament das Budget an, folgen die Arbeiten in den Jahren 2021 und 2022», sagt Kriesi.

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