Vor allem für ältere, weniger mobile oder gehbehinderte Personen war der Besuch der Kirche des Klosters Fahr bis anhin kein leichtes Unterfangen. Es galt die Treppe in den Friedhof hinunterzusteigen, durch den man zum Eingang der Klosterkirche gelangt. Für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer war dies nur mithilfe von mehreren Personen möglich. Doch seit ein paar Tagen sind die Treppenstufen einer Rampe gewichen. Das Herz des Benediktinerinnenklosters ist nun rollstuhlgängig.

Priorin Irene Gassmann freut sich über diese Neuerung. «Ich habe schon lange beobachtet, dass der Zugang zum Friedhof und zur Kirche für einige Besucher äusserst umständlich war», sagt sie. Im Zuge der Sanierung der alten Klostermauer habe man deshalb die Gelegenheit genutzt, um diesen Missstand zu verbessern. Mit dem Projekt beauftragt wurden die SKK Landschaftsarchitekten aus Wettingen.

Für den Bau der Rampe wurde das Trottoir gesenkt und das Niveau des Bodens angehoben. Um in die Klosterkirche zu kommen, ist nun nur noch einer statt zwei Treppentritte nötig. Vollständig hindernislos konnte der Zugang zur Gottesstätte aber nicht gestaltet werden. «Der gesamte Eingangsbereich steht unter Denkmalschutz», sagt die Priorin. Eine Lösung hat man aber trotzdem gefunden.

«Beim Eingang wird für den Rollstuhlzugang eine mobile Schwelle in Form eines grossen Blechs oder Bretts eingesetzt.» Diese Schwelle steht derzeit aber noch nicht bereit. Man wolle zuerst einmal schauen, wie es im konkreten Fall aussehe. «Am Schreibtisch klingt es immer einfacher als in der Realität.» Die Priorin empfiehlt trotz der Verbesserungen für Rollstuhlfahrer, dass gehbehinderte Personen das Kloster in Begleitung besuchen sollen. «Die Türen zum Kircheneingang und zum Friedhof gilt es schliesslich auch noch zu öffnen.»

Bronzetafel im Friedhof

Derzeit sind noch Umgebungsarbeiten im Gange. Spätestens im September soll alles fertig sein. Das nächste Projekt wartet aber bereits. Da auch die Gräber im Fahrer Klosterfriedhof nach Ablauf der üblichen Grabesruhe aufgehoben werden, erarbeiten die Wettinger Bildhauer Willy und Robin Sager eine Bronzetafel, auf der alle bisher verstorbenen Klosterfrauen seit Beginn des letzten Jahrhunderts verewigt werden.