Oberengstringen
Highlander nehmen den Zentrumssaal ein

Die Kreismusik Limmattal stellte ihr Unterhaltungskonzert unter das Motto «Tatoo». Dabei durften auch ein schottenrock und ein dudelsack nicht fehlen. Auch die Tambouren liessen sich einiges einfallen.

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Die rassigen Stücke der Tambouren bringen Tattoo-Atmosphäre in den Saal
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Unterhaltungskonzert in Oberengstringen
Dirigent Daniel Vauthey mach auch im Kilt eine gute Figur
Die Kreismusik Limmattal unterhält das Publikum bestens

Die rassigen Stücke der Tambouren bringen Tattoo-Atmosphäre in den Saal

Limmattaler Zeitung

Das «Tattoo» in Edinburgh ist weltbekannt. Jenes in Basel erfreut sich ebenfalls grosser Beliebtheit und ist immer ausverkauft. Bald will auch die Stadt Zürich dieses erfolgreiche Festivalformat einem breiten Publikum präsentieren. In Oberengstringen ist dies bereits geschehen. Dafür verantwortlich war die Kreismusik Limmattal, die ihr Unterhaltungskonzert unter das Motto «Tattoo» stellte. Zumindest vom Unterhaltungswert kamen die Musiker dabei nah an ihre Vorreiter heran.

Eines ist nämlich gewiss. Wenn der Dirigent Daniel Vauthey heisst, läuft alles ein bisschen humoristischer ab auf der Bühne. Mit militärischer Schnittigkeit in weisser Galauniform und den Tambouren im Rücken eröffnete der Dirigent das kurzweilige Konzert. Es sollte nicht die einzige Einlage bleiben.

Zu Beginn des zweiten Teiles des Konzertes löste Vauthey im Schottenrock mit Dudelsack die Solo-Flötistin Yvonne Galla beim unverkennbaren «Amazing Grace» ab und hatte einmal mehr die Lacher auf seiner Seite. «Ich wollte immer am Unterhaltungskonzert thematisch abgestimmte Kleidung tragen», verriet er. «Beim Motto Tattoo passt so auch die Uniform.»

Die Qualität der musikalischen Darbietungen litt jedoch keineswegs unter den humorvoll inszenierten Auftritten. Das Programm bestand aus einem Mix von moderner Musik und klassischen Einschüben, wie «Verdi». Natürlich durften dabei die Klassiker wie «Highland Cathedral» oder «Simple Gifts» aus «Lord of the Rings» nicht fehlen.

«Unser Ziel war Musik für das Publikum zu machen und zu unterhalten. Das haben wir erreicht», so Vauthey. Als Solist mit der Klarinette bewies er im mitreissenden Stück «Stranger on the shore» seine Qualitäten als Musikant. Dem stand Dario Frustaci mit einem Schlagzeugsolo im Stück «Shopping Time» in nichts nach. «Sie haben mit diesem Programm verschiedene Geschmäcker getroffen, vor allem Verdi hat mir gefallen», lobte Fritz Flühmann, «die Stücke waren anspruchsvoll, da steckt sehr viel Arbeit dahinter.»

Innovative Tambouren

Für einen musikalischen Stilbruch sorgte die Tambourengruppe unter der Leitung von Raffael Hotz. Auch die Trommeler liessen sich einiges einfallen, um das Publikum zu überraschen. So tauchten sie die Bühne UV-Licht und integrierten LED-Lampen in die Schlägelköpfe.

Ganz einfach sei das Show-Trommeln im Dunkeln aber nicht, meinte Gian Brügger aus Birmensdorf. «Doch ich finde es cool und es ist heute gut gelaufen», freute sich der elfjährige Trommler. Besondere Ehre kam sodann Jakob Lienberger zu. Für 50 Jahre aktives Musizieren wurde er gleichentags in Herisau zum kantonalen Ehrenveteranen ernannt, wozu ihm der Präsident, Edi Lienberger, mit einem kleinen Präsent gratulierte.