Bevölkerungsstatistik 2015
Hierhin zieht es die neuen Limmattaler

Die Bevölkerungszahl im Bezirk Dietikon ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Vor allem die beiden Städte sind gewachsen. Prozentual am stärksten zugelegt hat jedoch eine andere Gemeinde.

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Absolut verzeichnete Schlieren (hier ein Bild des letztjährigen Schlierefäscht) 2015 den stärksten Bevölkerungszuwachs aller Limmattaler Gemeinden.

Absolut verzeichnete Schlieren (hier ein Bild des letztjährigen Schlierefäscht) 2015 den stärksten Bevölkerungszuwachs aller Limmattaler Gemeinden.

FN

Bis ins Jahr 2030 wird das Limmattal auf rund 100 000 Einwohner angewachsen sein. So jedenfalls lauten die Prognosen.

Sollte dies zutreffen, dann müsste die Einwohnerzahl in den kommenden 15 Jahren noch um rund 12 000 wachsen. Denn per Ende 2015 zählte der Bezirk Dietikon 88 167 Einwohner. Davon sind 49,5 Prozent Frauen und 50,5 Prozent Männer.

Das geht aus den jüngsten Daten des Statistischen Amtes des Kantons Zürich hervor. Demnach ist die Bevölkerung im Limmattal im Verlaufe des letzten Jahres um 1550 Personen oder 1,8 Prozent gewachsen. Damit bewegt sich das Wachstum im Bereich der Werte der letzten sieben Jahre. Seit 2008 betrug die Bevölkerungszunahme jeweils um die zwei Prozent.

Dichte: Am engsten ist es in Oberengstringen

Die am dichtesten besiedelte Gemeinde im Limmattal ist Oberengstringen. Auf einen Quadratkilometer kommen dort rund 3060 Einwohner. In Schlieren und Dietikon sind es rund 2815 respektive 2869 Einwohner pro Quadratkilometer. Die geringste Bevölkerungsdichte weist Aesch auf. Auf einem Quadratkilometer kommen dort rund 230 Personen.

Auch in allen anderen Regionen des Kantons ist die Einwohnerzahl im letzten Jahr angestiegen, prozentual am stärksten im Furttal (2,6 Prozent), im Glattal (2,1 Prozent) und im Knonaueramt (2 Prozent).

Insgesamt ist die Bevölkerung des Kantons im Laufe des vergangenen Jahres um 20 023 Personen oder 1,4 Prozent gewachsen. Ende 2015 lebten 1 463 459 Personen im Kanton Zürich.

Spitzenreiter 2015 ist Uitikon

Im Limmattal hat die Gemeinde Uitikon am stärksten zugelegt. Dort wuchs die Bevölkerung 2015 um 3,7 Prozent oder 147 Personen. Neu zählt sie 4107 Einwohner. Auf den weiteren Plätzen folgen Schlieren (3 Prozent), Oetwil und Weiningen (je 2,3 Prozent) sowie Dietikon und Unterengstringen (je 1,7 Prozent). Am anderen Ende dieser Skala finden sich Oberengstringen und Urdorf.

Dort betrug das Wachstum 0,2 Prozent respektive 0,6 Prozent. In absoluten Zahlen war das Wachstum in Schlieren am stärksten. Die Stadt zählt neu 18 414 Einwohner. Das sind 541 mehr als noch Ende 2014. Der Bezirkshauptort zählt neu 26 633 Einwohner. Damit ist die Bevölkerung dort um 455 Personen angestiegen. Uitikon legte um 147 Einwohner und Weiningen um 103 Einwohner zu.

Mit diesen Zahlen liegen die Limmattaler Gemeinden im kantonsweiten Vergleich noch weit hinter den Spitzenwerten. Prozentual am meisten zugelegt haben die ländlichen Gemeinden Hüttikon (25 Prozent) und Weiach (20 Prozent). In absoluten Zahlen liegt die Stadt Zürich vorn mit rund 5600 Personen. Hauptgrund für das Bevölkerungswachstum im Kanton ist die Zuwanderung aus dem Ausland. Gut zwei Drittel des Zuwachses machen die Wanderungsgewinne aus, also die Bilanz aus Zu- und Wegzügen. Den Rest trug der Geburtenüberschuss bei.

128 der 169 Zürcher Gemeinden hatten Ende 2015 mehr Einwohner als vor Jahresfrist, bei zweien blieb die Einwohnerzahl unverändert. Dabei sind die 29 Städte des Kantons, als jene Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern, stärker gewachsen als die übrigen 140 Gemeinden; sie vereinten drei Viertel des Zuwachses auf sich.

Insgesamt lebten Ende 2015 rund 380 000 Ausländer im Kanton Zürich. Dies entspricht einem Ausländeranteil von 26 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Im Limmattal ist der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung ebenfalls angestiegen, und zwar um 0,6 Prozent. Er liegt neu bei 34,5 Prozent. Das ist der höchste Wert aller Bezirke im Kanton. In der Stadt Zürich liegt der Ausländeranteil bei 31,9 Prozent. Am tiefsten ist er im Bezirk Andelfingen mit 12,8 Prozent.

Gesamthaft lebten Ende 2015 30 436 Ausländerinnen und Ausländer im Bezirk Dietikon, davon rund 11 700 im Bezirkshauptort. Das entspricht einem Ausländeranteil von 44 Prozent, 1,1 Prozentpunkte mehr als noch Ende 2014. Am höchsten ist dieser Wert in Schlieren mit 46,3 Prozent. Er ist damit gegenüber 2014 um 0,5 Prozent angestiegen. Am tiefsten ist der Ausländeranteil in Aesch. Dort beträgt er 15,1 Prozent.

Am jüngsten sind die Städte

Keine andere Gemeinde im Bezirk weist ein tieferes Durchschnittsalter ihrer Einwohner auf als Schlieren.

Schlieren kann zwar nicht von sich behaupten, die grösste Stadt im Bezirk zu sein. Dieser Titel gehört immer noch Dietikon. Schlieren ist jedoch die jüngste Limmattaler Gemeinde. Gemäss den neusten Zahlen des Statistischen Amtes des Kantons Zürich lag das Durchschnittsalter der Schlieremer Bevölkerung im Jahr 2015 bei 39,3 Jahren. Allerdings ist Dietikon nicht weit davon entfernt. Dort lag das Durchschnittsalter bei 39,5 Jahren.

Jede fünfte Person jünger als 20

Um einiges älter sind die Einwohner in Oetwil. Dort liegt das Durchschnittsalter bei 45,9 Jahren. In Uitikon sind die Einwohner im Schnitt 45,1 Jahre alt. Dort wohnen auch anteilsmässig am meisten Personen über 80 Jahre, nämlich 7,2 Prozent. Am tiefsten ist dieser Wert in Weiningen. 3,5 Prozent der Einwohner sind dort 80 Jahre oder älter.

Prozentual am meisten Kinder leben in Geroldswil. Dort beträgt der Anteil der 0- bis 14-Jährigen gemessen an der Gesamtbevölkerung 16,6 Prozent. Am tiefsten ist dieser Wert in Oetwil. 11,1 Prozent der Einwohner sind dort zwischen 0 und 14 Jahre alt.

Bezirksweit liegt das Durchschnittsalter der Bevölkerung bei 41,3 Jahren. Es hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. 2014 betrug das Durchschnittsalter 41,2 Prozent. Kantonsweit liegt das Durchschnittsalter bei 41,5 Jahren. Ende 2015 lebten im Kanton Zürich rund 736 000 Frauen und 727 000 Männer. In den Altersgruppen bis 59 sind die Männer in der Überzahl. Ab 60 stellen hingegen die Frauen die Mehrheit, ab 85 sind sie gar doppelt so stark vertreten wie die Männer. Zudem ist jede fünfte Person jünger als 20 Jahre, jede sechste 65 Jahre oder älter.

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