Schlieren
«Hier zu sein, ist wie eine Art Therapie»: Jass- und Spielnachmittag des Frauenvereins Schlieren

Jede Woche kommen etwa 20 Senioren im Stürmeierhuus zusammen, um zu spielen.

Liana Soliman
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Gejasst wurde an fast allen Tischen. Es scheint das Lieblingsspiel der Seniorinnen und Senioren zu sein. Die Gruppe kommt jede Woche zusammen, um das Gehirn zu trainieren und miteinander Spass zu haben.
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«Hier zu sein, ist wie eine Art Therapie»
Othmar Rölli (71), Birmensdorf «Beim Jassen gibt es keine Tricks. Man braucht einfach eine gesunde Nase: Wer hat welche Karten? Wie geht es wohl weiter? Das ist das Spannende.»
Rita Nick, Urdorf «Jassen ist mein Lieblingsspiel. Ich komme aus mehreren Gründen hierher: Kartenspielen ist eine Art Hirntraining und gleichzeitig bereitet es auch Vergnügen.»
Alma Krapf (84), Dietikon «Zu Hause spiele ich am Handy oder am Computer. Zusammen macht es jedoch viel mehr Freude. Das ist sicher.»
Leiterin Ruth Haunsperger (72), Schlieren «Ich leite den Spielnachmittag seit bald elf Jahren. Manchmal sitzen wir auch einfach da und plaudern über alles Mögliche.»
Andrée Weber (79), Schlieren «Wir spielen nicht, um zu gewinnen. Es geht darum, Spass zu haben beim gemeinsamen Sitzen.»

Gejasst wurde an fast allen Tischen. Es scheint das Lieblingsspiel der Seniorinnen und Senioren zu sein. Die Gruppe kommt jede Woche zusammen, um das Gehirn zu trainieren und miteinander Spass zu haben.

Limmattaler Zeitung

Niemand lässt sich an diesem Nachmittag in die Karten schauen. Um Punkt zwei Uhr sitzen die sechzehn Seniorinnen und Senioren an vier Tischen verteilt. Mit Karten und Getränk ausgerüstet eröffnen sie die wöchentlichen Spiele. Für die nächste Stunde wird gelegt, gezogen, geplaudert und gelacht.

Seit mehr als zehn Jahren kommt die Gruppe am Jass- und Spielnachmittag des Frauenvereins Schlieren jeweils am Montag im Stürmeierhuus zusammen. «Es ist wichtig, dass der Spielsaal für alle zugänglich ist», sagt die Leiterin Ruth Haunsperger. Das Stürmeierhuus sei ein geeigneter Ort, weil es dort einen Lift gebe und die Leute nicht die Treppe hochlaufen müssten. Schliesslich soll jeder kommen dürfen.

«Ohne den Spieltag würden einige einfach alleine zu Hause hocken», sagt Haunsperger. Jetzt komme man raus, unternehme etwas miteinander und habe dabei Spass. «Das Spielen ist ein Training für den Geist und das Gehirn», sagt die Leiterin. «Wenn eine Person bedrückt zu uns kommt, dann entspannt sie sich durch das Zusammensein und wird glücklich. Hier zu sein, ist wie eine Art Therapie.»