Auf dem Eisfeld in Geroldswil ist nicht viel los. Die neunjährige Nina drehte gestern Nachmittag mutterseelenalleine ihre Runden. Dass sie die Einzige ist, stört sie aber wenig, denn das Schlittschuhlaufen gefällt ihr so gut, dass sie für Eismeister Beni Achermann, Schulhausabwart im Huebwies, als Dank eine Zeichnung gemalt hat.

Darauf sind zwei lachende Mädchen auf Schlittschuhen zu sehen und folgende Worte zu lesen: «Herr Achermann, danke viel viel mal für das coole Eisfeld.» Neben dem Dankesbrief, der am Zaun des Fussballfeldes befestigt ist, hängt ein weiteres Blatt Papier, auf dem die Schülerinnen der dritten Klasse unterschrieben haben. Sie alle freuen sich, wenn sie in der Pause auf das Eis dürfen.

Zum Dank wird gezeichnet.

Zum Dank wird gezeichnet.

Lebendiger zu und her geht es auf dem Eisfeld in Weiningen. Fast zwanzig Kinder vergnügen sich bei klirrender Kälte von minus 8 Grad auf dem Eis, das gänzlich von Neuschnee bedeckt ist. Von der Bande aus beobachten eine Grossmutter und drei Mütter das Geschehen. Sie helfen, wenn die Handschuhe nicht mehr richtig sitzen, und passen auf, dass die Kleinsten nicht unter die Kufen kommen. Auch mit Tee und süsser Zwischenverpflegung stehen sie bereit. Mit einem mitgebrachten Lautsprecher sorgen die Mädchen der sechsten Klasse für Partystimmung. Manchmal zeigen sie Pirouetten oder führen Walzertänze auf, oft sammeln sie sich aber wie Pinguine an einem Ort und tuscheln miteinander.

Die Freude in den Gesichtern der Kinder zeigt, dass sich der Einsatz der Schulhausabwarte für die Erstellung der Eisfelder zweifellos gelohnt hat.

Macht kaltes Wetter Spass?