«Ich bin nicht überrascht», sagt Markus Stäheli (SVP) zu seiner stillen Wahl in den Uitiker Gemeinderat. Sein Vorgänger Fredy Lienhard (SVP), der den Gemeinderat nach 14 Jahren verlässt, war auch Chef des Werkhofs Uitikon. Er könne sich gut vorstellen, dass man ihn für diesen Posten vorgesehen habe, meint Stäheli. «Vielleicht hat sich auch darum keine weitere Person zur Wahl aufgestellt, weil man davon ausgegangen ist, dass Wissen und Erfahrung im Tiefbau gefragt sind.» Als Leiter des Werkhofs Wallisellen entspricht Stäheli diesen Anforderungen.

Dennoch freue er sich sehr über die Wahl. «Obwohl es eine Stille Wahl war, sehe ich mich als gewählt», meint Stäheli. Für eine weitere Kandidatur hätte es nur 15 Unterschriften aus der Bevölkerung gebraucht. Dass dies niemand getan hätte, sehe er als Zuspruch für seine Kandidatur.

Politisch hätten er und sein SVP-Parteikollege Lienhard die gleichen Anliegen und Ansichten, meint Stäheli. Die politische Ausrichtung des siebenköpfigen Gremiums wird sich also nicht verändern. Wenn Stäheli Anfang 2016 seine Arbeit im Uitiker Gemeinderat aufnehmen wird, wird er zu den Bisherigen Susanne Bereuter (parteilos), Carol Hofer (parteilos), Victor Gähwiler (FDP), Patrik Wolf (FDP), Markus Hoppler (CVP) und Walter A. Schelling (SVP) stossen.

Doch nicht nur im Uitiker Gemeinderat tritt Stäheli in die Fusstapfen von Fredy Lienhard: Erst kürzlich hat er diesen als Präsidenten des Uetliberg-Vereins abgelöst. «Das ist purer Zufall», kommentiert Stäheli die Ablösung. Dem Verein gehöre er schon viele Jahre an, weil ihm der Schutz des Zürcher Hausbergs am Herzen liege: «Der Üetliberg ist ein wunderschöner Berg, ich habe mich schon vor langer Zeit in ihn verliebt.»

Da es in der Gemeinde jeweils wenige Leute gäbe, die solche Ämter übernehmen wollten, habe er sich gern zur Verfügung gestellt, sagt der zukünftige Gemeinderat. «Abgesehen davon ist eine solche Tätigkeit lehr- und abwechslungsreich», so Stäheli.

Obwohl es der Gemeinde Uitikon vor allem finanziell sehr gut gehe, gäbe es Handlungsbedarf. «Auch hier oben kann man nicht machen, was man will», sagt Stäheli. Zu den grössten Herausforderungen zählt er die zusätzlichen Quartiere, um die Uitikon in Zukunft erweitert werde. «Der Gemeinderat muss sich daher um den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde bemühen», findet Stäheli, «und die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen.»